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Anrufe kommen auch aus Sachsen
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26.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Die Leitstelle der Baden-Badener Stadtwerke in der Waldseestraße übernimmt ab 1. April das telefonische Störfallmanagement für ein Gebiet mit insgesamt rund 400 000 Einwohnern.

"Heute wird ein neues Kapitel der interkommunalen Zusammenarbeit aufgeschlagen", meinte Oberbürgermeisterin Margret Mergen, als sie gestern einen Rahmenvertrag mit der Kooperationsgemeinschaft Schwarzwaldwasser GmbH unterschrieb, der etliche Kommunen und Versorgungsunternehmen - unter anderem die Stadtwerke Bühl, Freudenstadt, Gengenbach und Oberkirch - aus dem Bereich des nördlichen und mittleren Schwarzwalds angehören. Die Baden-Badener Stadtwerke sind inzwischen das 56. Mitglied des Verbunds.

Seit 2004 haben Mitglieder der Schwarzwaldwasser-Gemeinschaft das telefonische Störfallmanagement an das DRK vergeben, zurzeit gehen die Störmeldungen in der Integrierten Rettungsleitstelle im Rastatter Landratsamt an. Doch die vorgesehene Ausweitung der Zuständigkeit dieser Leitstelle künftig auch für die Feuerwehren des Landkreises und des Stadtkreises Baden-Baden erfordert eine neue Regelung für die Bearbeitung der Störmeldungen.

Hierfür boten sich nun die Stadtwerke Baden-Baden an, deren Leitstelle gerade erst technisch auf den neusten Stand gebracht wurde. OB Mergen zeigte sich sehr erfreut, dass man sich bei den Verhandlungen einig über den Rahmenvertrag geworden ist, der die Grundlage bildet für noch abzuschließende Einzelverträge der Stadtwerke mit den Partnern.

Baden-Baden wird damit die Leistung des Störfallmanagements für Stadt- und Gemeindewerke mit einem großen Versorgungsgebiet übernehmen. Dies heißt, dass in der Baden-Badener Leitstelle ab 1. April alle Störmeldungen in den Bereichen Strom, Wasser, Gas, Wärme und Telekommunikation aus den Versorgungsgebieten der beteiligten Partner eingehen. In der Waldseestraße werden dann alle Informationen festgehalten und über die festgelegten Meldeketten an die zuständigen Stellen und Bereitschaftsdienste vor Ort weitergegeben. Wie gestern zu hören war, ist dies ohne zusätzliches Personal möglich.

Dies zeige auch, so meinte Margret Mergen, dass die Baden-Badener Stadtwerke ein wachsendes Unternehmen seien. Sie hoffe auf eine "störungsfreie Zusammenarbeit".

Bühls Oberbürgermeister Hubert Schnurr wies als Aufsichtsratsvorsitzender der Schwarzwaldwasser GmbH darauf hin, dass zum Zuständigkeitsbereich auch die Kreisstadt Schkeuditz zwischen Leipzig und Halle gehöre, mit der Bühl partnerschaftliche Beziehungen hat. Dies heiße, dass in Baden-Baden auch Störmeldungen aus Sachsen eintreffen werden. Schwarzwaldwasser-Geschäftsführer Reiner Liebich erwartet, dass Baden-Baden einen guten Service bieten werde. Er hoffe auf einen reibungslosen Übergang. Baden-Badens Stadtwerke-Chef Helmut Oehler dankte für das Vertrauen. Man habe rund 100 000 Euro investiert und könne ein System des Störfallmanagements bieten, das weitgehend automatisiert ablaufe.

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