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Süßigkeiten-Regen geht auf Kartung nieder
04.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Christina Nickweiler

Sinzheim - Tanzende Trolle, hüpfende Hexen und ein gut gelauntes Publikum - der Kartunger Umzug unterhielt gestern Nachmittag mehrere tausend Besucher.

Entlang der rund zwei Kilometer langen Umzugsstrecke durch den Seeräuberort wurde kräftig geschunkelt, gesungen und mit etlichen Hästrägern Faxen gemacht.

An dem fröhlichen Narrenspektakel beteiligten sich mehr als 85 Fuß- und Maskengruppen. Der Veranstalter - der Kartunger Narren-Club (KNC) - hatte gestern durchaus Glück mit dem Wetter. Trotz mancher kräftigen Brise blieb der Regen aus. Der Wind half Hexen, Teufeln und Dämonen, das Konfetti zusätzlich unter die Leute zu streuen. Wer außerhalb der Reichweite von Konfettiduschen stand, dem wehte garantiert eine starke Brise aufgewehter Papierschnipsel ins Haar.

Süßigkeiten regnete es von den etlichen Motivwagen - allen voran die Hoheiten des KNC. Bürgermeister Erik Ernst zeigte sich großzügig, denn er warf vom Schiff der Ehrenseeräuber Schokoriegel auf die ihm eifrig zuwinkenden Besucher.

Der KNC war alleine mit mehr als zehn Gruppen und Motivwagen vertreten, darunter die etwas verlassen wirkenden Prinzen des Prinzenclubs hinter ihrem "Gemäuer", die personenstarke Gruppe der Seeräuberfrauen und drei Gardeformationen. Mit ebenfalls drei Gruppen von Gardetänzerinnen wartete der Narrenclub Greffner Rhingschnooge auf. Jedenfalls bot sich für das Publikum eine bunte Tanzshow.

Unterstützung gab es von den befreundeten Vereinen am Ort. So bereicherte der Männergesangverein (MGV) Kartung den närrischen Lindwurm alleine mit zwei Motivwagen. Auf einem saß der Vorsitzende Gabriel Schlindwein, an dessen Stuhl kräftig gesägt wurde.

Einen Blick auf die seltenen Wesen in der Unterwasserwelt gewährten die Sinzheimer Turner. Während "Poseidon" Gas auf dem Traktor gab und somit für "stinkenden Wind" sorgte, schritt Neptun mit dem Dreizack voran. Dazwischen tummelten sich Seepferdchen, Seesterne und bunte Quallen.

Edel zeigten sich die Hohnebieger aus Halberstung. Denn von ihrem Motivwagen regnete es weiße Rosen auf die Besucher herab. Einige Hexengruppen brachten kunstvoll umgebaute Wagen mit und "entführten" manche Besucher.

Genüsslich schoben die Altenburghexen ihren Riesenbesen durch die Straße. Ihre Kartunger Hexenkollegen machten dagegen kurzen Prozess: Sie schnappten sich einzelne Besucher und drückten ihnen Stempel auf. Die meisten Hexen beschenkten die vielen Kinder aber mit Gutsele, sodass die furchterregenden Holzmasken schnell ihren Schrecken verloren hatten.

Zwischen den Maskengruppen steuerten zahlreiche Musikgruppen Unterhaltungsmelodien bei. Am weitesten waren die Spieler der Guggenmusik Notentschalper aus Wallisellen in der Schweiz angereist.

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