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Interesse am Sinzheimer Ausbildungsforum ist groß
21.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Anne-Rose Gangl

Sinzheim -"Gemeinsam Zukunft gestalten", so lautet das Motto des Sinzheimer Ausbildungsforums, das zu seiner zwölften Auflage gefragt war wie nie zuvor. An mehr als 60 Ständen in der Fremersberghalle konnten sich die Jugendlichen, aber auch ihre Eltern über Ausbildungsmöglichkeiten, freie Ausbildungsplätze, die duale Ausbildung und Praktikumsplätze informieren oder sich einfach über die verschiedenen Berufe einen ersten Einblick verschaffen.





Das Sinzheimer Ausbildungsforum kam wie bereits auch in den Jahren zuvor zur richtigen Zeit, denn in wenigen Tagen beginnen die Schulpraktika der Nikolaus-Kopernikus-Werkrealschule Hügelsheim-Sinzheim in den Betrieben. Und wer noch keinen Praktikumsplatz hatte, wurde am Dienstagabend fündig. Nachgefragt waren aber auch schon jetzt Praktikumsplätze im kommenden Schuljahr. Zum ersten Mal verpflichtend war der Besuch für alle 8. Klassen sowie für die 7. Klassen der Werkrealschule, die sich auf dem Ausbildungsforum frühzeitig Gedanken machen sollten.

Dichtes Gedränge herrschte um die gesamte Fremersberghalle, denn der in diesem Jahr gewählte Abendtermin passte auch vielen Eltern in den Terminkalender. "Wir haben 15 Prozent mehr Aussteller als in den Jahren zuvor", sagte Kurt Rohner, der das Ausbildungsforum ins Leben gerufen und mit großem Engagement weiterentwickelt hat. "Letzte Woche haben noch Unternehmen angerufen und gefragt, ob sie teilnehmen könnten", freute sich der Initiator, der am Stand des Arbeitskreises Integration Sinzheim auch vielen jungen Flüchtlingen Informationen über die verschiedenen Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten gab.

Perspektiven für Flüchtlinge gab es auch am Stand des beruflichen Bildungswerk BBQ, das durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg sowie den Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg gefördert wird und in Rastatt zahlreichen jungen Menschen Nachhilfe, aber auch duale Ausbildungen ermöglicht. "Ich habe über das BBQ meinen Traum erfüllen können und bin nun in einer Ausbildung zum Friseur", sagte der 29-jährige Ali Daneshmand aus dem Iran, der in Baden-Oos einen Ausbildungsbetrieb gefunden hat und in dieser Woche seine Zwischenprüfung absolvierte.

Einige Stände weiter freute sich Andreas Stucke über das Interesse eines jungen Mannes aus dem Iran, der in seiner Heimat als Anlagenmechaniker für Heizung und Sanitär gearbeitet hat. Am Stand des Sinzheimer Unternehmens zeigte er an einem Rohrpuzzle sein Talent für diesen Handwerksberuf. "Wir suchen noch einen Auszubildenden zum Anlagenmechaniker", sagte der Firmeninhaber, der den interessierten Jugendlichen am Dienstagabend immer wieder die Vielfalt dieses Handwerks vorstellte.

"Bau dein Ding", so ein Werbeslogan, der am Stand von Manfred Gille aus Kartung zu lesen war. "Es gibt immer weniger junge Menschen, die für eine Ausbildung am Bau bereit sind", sagte der Firmenchef. Auch er würde in diesem Jahr noch zwei Auszubildende einstellen, doch während am Stand der großen Industrieunternehmen die Schülerinnen und Schüler Schlange standen, fanden sich bei ihm nur wenige ein, um sich über die Möglichkeiten zu informieren. "Auch wer eine Handwerkslehre macht, kann den Weg noch weitergehen bis zum Abitur und studieren", betonte Manfred Gille.

Am Stand der Lebenshilfe Baden-Baden/Bühl/Achern informierten Renate Schenk und zwei junge Mitarbeiterinnen über die Ausbildungsmöglichkeiten zum Heilerziehungspfleger, Alltagsbetreuer oder Erzieher sowie über die möglichen Studienplätze. Auch sie haben für dieses Jahr noch freie Ausbildungs- und Studienplätze. "Es ist ein Beruf, den man aus Liebe macht und nicht wegen des Geldes, denn da können wir mit Mercedes Benz nicht mithalten", sagte Renate Schenk.

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