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Stadt soll fahrradfreundlicher werden
Stadt soll fahrradfreundlicher werden
25.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Anne-Rose Gangl

Baden-Baden - Auf großes Interesse stieß die "politische Radtour", zu der der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) am Freitagnachmittag eingeladen hatte und die dieses Mal von der Geroldsauer Straße durch die Lichtentaler Allee bis zum Bahnhof Oos führte.

Schon lange fordert der ADFC bessere Radwegeverbindungen in Baden-Baden. So stammt auch die am Freitag wieder formulierte Forderung nach einer Fußgänger- und Fahrradbrücke am Verfassungsplatz vor der Tunneleinfahrt beim Festspielhaus bereits aus dem Jahre 2003. Ralph Neininger, Vorsitzender des ADFC Baden-Baden/Bühl/ Rastatt erklärte vor über 40 Besuchern der Info-Veranstaltung am Freitag, für Radfahrer ergebe sich dadurch eine Zeitersparnis von mindestens einer Minute.

Verbesserungspotenzial sieht der ADFC auf dem stark frequentierten Platz vor dem Festspielhaus, wo Ralph Neininger das "Schweizer Modell", eine lange Einfädelungsspur in die 30er-Zone, vorschlug, um den Radverkehr gezielt zu lenken. Kritisiert wurden vom ADFC-Vorsitzenden die teilweise schlechten Beschilderungen für die Radfahrer. Die Brücke zum Kino in der Cité bezeichnete Neininger als zu schmal gebaut, um Radverkehr zu erlauben, und auch Begegnungsverkehr sei nicht möglich. Auch die nun asphaltierte "Grüne Einfahrt" hätte er sich breiter gewünscht.

"Gehwege sollten so breit sein, dass eine Mischung von Fußgängern und Radfahrern gut möglich ist", bemerkte SPD-Stadtrat Werner Schmoll. Und auch die "Schneckennudelbrücke" wurde wiederum angesprochen, denn der Wunsch ist groß, diese für den Radverkehr freizugeben. Angesprochen wurde ebenso die für Radfahrer gefährliche Situation in der Sinzheimer Straße. "Lebensgefährlich ist auch die Verbindung zwischen Sandweier und Oos", sagte ein Besucher und fragte nach der Möglichkeit eines Schutzstreifens, der zuvor auch von Verkehrsplaner Uwe Petry aus Darmstadt ins Gespräch gebracht worden war.

"Ich vermisse ein großes Konzept", sagte eine Besucherin, die die Frage in den Raum warf, ob die Stadt Baden-Baden ihrer Zeit nicht voraus sein wolle. "Wollen wir die Menschen vom Auto auf das Rad bringen oder wollen wir noch warten?", fügte sie hinzu und kritisierte, die gesamte Stadt sei lediglich für den Freizeitradler ausgerichtet. Visionen wie halbseitige Straßenführungen nur für den Radverkehr oder die in einigen Städten als Pilotprojekt bereits eingeführten Schutzstreifen wurden eingebracht - Ideen, die bei teilweise täglich 24 000 Fahrzeugen stadtein- und stadtauswärts fast utopisch erscheinen.

Oberbürgermeisterin Margret Mergen, die den Weg mitradelte, informierte, dass Maßnahmen für eine fahrradfreundliche Stadt umgesetzt werden sollen. Am Bahnhof Oos sollen zusätzliche Radboxen installiert werden (wir berichteten) und auch die Einstellung eines Fahrradbeauftragten sei im Gespräch, wie Bürgermeister Alexander Uhlig sagte.

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