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Kinderschutzbund ehrt seine Gründerin
Kinderschutzbund ehrt seine Gründerin
27.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Veruschka Rechel

Baden-Baden - Das Parkhotel Atlantic bot mit seinem Wintergarten einen würdigen Rahmen für die Ehrung einer besonderen Persönlichkeit. Der Deutsche Kinderschutzbund Baden-Baden Rastatt (DKSB) verlieh seiner Gründerin Ingrid Gantzkow die goldene Ehrennadel für ihre 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit.

Im Beisein von Oberbürgermeisterin Margret Mergen, der Familie sowie Weggefährten und dem DKSB-Vorstand überreichte Landesvorsitzende Iris Krämer aus Mannheim die Urkunde. OB Mergen betonte, das Ingrid Gantzkow die Sensibilität dafür geweckt hat, dass es auch im reichen Baden-Baden und in seiner Umgebung Kinder gibt, die in vielerlei Hinsicht Unterstützung und Beistand brauchen.

Die gebürtige Österreicherin kam 1969 mit ihrem Mann Jürgen nach Baden-Baden. Hier kümmerte sie sich zunächst vorrangig um die Erziehung der beiden Söhne Dirk und Sven. Im Laufe der Zeit stellte sie fest, dass es in der Kurstadt für Kinder, die nicht aus einem behüteten Elternhaus kommen, keine Lobby gibt, die sich für deren Rechte einsetzt.

Sie hätte sich gerne im Kinderschutzbund engagiert, doch in Baden-Baden gab es bisher noch keinen. "Dann gründen wir eben einen", motivierte sie ihre Freundinnen in der Frauen-Union. Zunächst ging es von ihrem Wohnzimmer aus los, doch bald erreichte sie, dass der DKSB zunächst Räume in einem Haus in der Rettigstraße und später in der Schwarzwaldstraße beziehen konnte.

Zu den Aktivitäten in den Anfängen gehörten eine Hausaufgabenbetreuung und Spiele-Nachmittage im Briegelacker. Aktuell beteiligt sich der DKSB an jährlichen Aktionen wie dem Riesenwiesenfest auf der Klosterwiese und dem "Kunterbunten Kinderspaß" vor dem Kurhaus. Ein Leuchtturmprojekt war die Einführung des "Begleiteten Umgangs (BU), das bis heute in Kooperation mit dem Amt für Familie, Soziales und Jugend in Baden-Baden und dem Jugendamt Rastatt mit großem Engagement wahrgenommen wird.

Wie sehr, zeigt ein Fall, bei dem Ingrid Gantzkow einen zehnjährigen Jungen begleitete. Feinfühlig und empathisch arbeitete sie mit ihm an der Entwicklung und Wiederherstellung der emotionalen und sozialen Bindungen zum Vater. Sie stand ihm zur Seite und hatte ständig sein Wohl im Auge. Zwei Jahre später kam dann erneut eine Anfrage für genau dieses Kind, nur diesmal von einem anderen Jugendamt, weil die Mutter umgezogen war. Der inzwischen Zwölfjährige bat das Jugendamt ausdrücklich darum, wieder von Frau Gantzkow begleitet zu werden, denn sie war diejenige, die ihn damals emotional aufgefangen und unterstützt hatte, um sich wieder auf beide Elternteile einlassen zu können.

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass der Fachbereich BU inzwischen auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Vom Jugendamt Frankfurt bekam der DKSB kürzlich die besten Empfehlungen für seine fachlich exzellente, zeitnahe und wertschätzende Arbeit mit den Kindern und deren Herkunftssystemen. Darauf dürfen Ingrid Gantzkow, ihre Nachfolgerin Karin von Reventlow und ihr gesamtes Team stolz sein.

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