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Frank Sinatra mit hanseatischen Stil
Frank Sinatra mit hanseatischen Stil
01.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Veruschka Rechel

Baden-Baden - "Dort, wo man singt, da lass' dich nieder", lautete das Motto, unter dem sich Elmar Hohmann am Freitag im Kaminzimmer des Parkhotels Atlantic mit einigen seiner Lieblingssongs zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit präsentierte.

Der gebürtige Hamburger hat schon als Kind vor allem bei Radiomusik viel und gern mitgesungen, und die Freude am Gesang begleitete ihn sein ganzes Leben lang. Nur die Zeit, sich ausgiebiger damit zu beschäftigen, fehlte. Hohmann kam vor 27 Jahren beruflich als geschäftsführender Gesellschafter der Bierdeckelfabrik Katz in Weisenbach nach Baden-Baden, war bis zu seinem 65. Lebensjahr Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank und ist derzeit Geschäftsführer des Elan-Gründerzentrums im Gewerbepark Cité.

Doch seit Elmar Hohmann das offizielle Ruhestandsalter erreicht hat, kann er sich endlich verstärkt seiner Leidenschaft, dem Singen, widmen. In privatem Rahmen wie bei Veranstaltungen seines RotaryClubs hat er schon ab und an vor Publikum gesungen. Dadurch und angeregt durch den stilvollen, gemütlichen Rahmen des Kaminzimmers, kam ihm eines Tages spontan die Idee, auch einmal vor größerem Publikum aufzutreten. Und so entführte er in die bunte Welt des Schubidu seiner Lieblingssänger von Freddy Quinn und Frank Sinatra über Dean Martin und Nat "King" Cole bis Elvis Presley. Am Flügel begleitete ihn Helmuth Pfäffle-Steinhoff, sein Klavierlehrer an der Clara-Schumann-Musikschule, bei dem Hohmann seit drei Jahren Unterricht nimmt. "Er war es übrigens, der mich dazu bewogen hat, meine Stimme auszubilden", sagte Elmar Hohmann. Das macht seit rund einem Jahr Anja Schlenker-Rapke, Mezzosopranistin und Oratoriensängerin. "Dadurch habe ich meine Stimme trotz meines Alters ein großes Stück weitergebracht, was mir Mut gemacht hat, auch öffentlich zu singen", verriet der Sangeskünstler.

Also stand der Hanseat mit einer lässigen Eleganz am Flügel, als wenn er schon sein ganzes Leben lang Konzerte gegeben hätte. Ob "Junge, komm bald wieder", "Love me tender" oder "Thats Amore" - sein begeistertes Publikum ließ sich nur zu gern mitnehmen auf eine musikalische Reise in die Vergangenheit und dankte es ihm immer wieder mit lauten Bravorufen. Da wurde verträumt mit den Füßen gewippt, hingebungsvoll mit den Oberkörpern geschaukelt und spätestens bei Frank Sinatras "Strangers in the Night" sehnsuchtsvoll geseufzt. Selbst mit den Netzen der "Capri-Fischer" fing Hohmann Jung und Alt ein, denn aus seinem Mund wurde auch diese Schnulze zu einem akustischen Leckerbissen. Ein Kompliment machte ihm seine Gesangslehrerin Anja Schlenker-Rapke: "Er hat einen großen Stimmumfang, und man ist nie zu alt, um seine Stimme zu verbessern", sagte sie. Was sie bis jetzt daraus gemacht hat, kann sich durchaus mit so manchem Profi messen. Mit dem Lied "Caro mio ben" des Opernkomponisten Giuseppe Giordani wagte sich Elmar Hohmann sogar auf das Terrain der Klassik und zeigte den Glanz seines hellen Baritons.

Der frenetische Applaus des Publikums drückte die Hoffnung aus, dass dieser erste öffentliche Auftritt nicht der letzte war, sondern der Beginn einer späten Karriere.

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