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Ausbau des Stromnetzes auch nahe Halberstung
11.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Christa Hoffmann

Sinzheim - Die geplante Verstärkung der vorhandenen Stromtrasse in der Nähe der A5 zwischen Karlsruhe und Kühmoos unweit von Lörrach berührt auch Sinzheim und andere Gemeinden in Mittelbaden. Gestern machte deshalb im Sinzheimer Ortsteil Halberstung ein Infomobil bei der Bürgerbegegnungsstätte mit acht Fachleuten Station.

In den anderthalb Stunden, die es dort planmäßig stand, kamen neun Bürger vorbei, um sich mit Details des Vorhabens des Übertragungsnetzbetreibers Amprion GmbH vertraut zu machen. Das seien verhältnismäßig viele Interessenten gewesen, sagte Jörg Weber, der für die Projektkommunikation verantwortlich ist.

Die bestehenden Masten werden mit einem weiteren Stromkreis von 380 Kilovolt (kV) bestückt. Es sind dann insgesamt vier Stromkreise. Damit solle auch die Versorgungssicherheit gestärkt werden, erläuterte Weber. Die Kapazitäten auf den vorhandenen Masten teilten sich die Übertragungsnetzbetreiber Transnet Baden-Württemberg GmbH und Amprion mit dem Unterschied, dass letzterer noch Platz für einen weiteren Stromkreis habe, den er nun nutzen wolle, erläuterte Weber. Dieser werde jedoch wie die anderen auch höchstens zu 50 bis 60 Prozent ausgelastet, da in einem Störfall Ersatzkapazitäten zur Verfügung stehen müssten.

Die drei freien Plätze sind daran zu erkennen, dass hier noch keine der senkrechten Isolatoren zu sehen sind, die an den sogenannten Traversen (Querverstrebungen) der Freileitungsmasten angebracht sind. Für die Spannung von 380 kV kommt laut Amprion üblicherweise ein sogenanntes Viererbündel aus vier Seilen je Phase zum Einsatz. Und zu einem Stromkreis gehören jeweils drei Phasen. Es werde "keine wesentliche Steigerung der elektrischen und magnetischen Felder" durch die zusätzliche Stromleitung geben, versicherte Jörg Weber. Die Grenzwerte würden "sehr weit" unterschritten.

Die Stromtrasse hat etwa 100 Meter Abstand zur aktuellen Wohnbebauung in Halberstung. Sollte das geplante Neubaugebiet westlich des Dorfes realisiert werden, rücken die Häuser allerdings näher an die Leitung heran. Diese geplante Aufstockung hat nichts mit dem Ausbau der östlich von Halberstung verlaufenden 220-Kilovolt-Freileitung zu tun, die von Karlsruhe nach Freiburg verläuft und ab 2019 auf 380 Kilovolt ausgebaut werden soll. Hierbei sollen die alten Maste demontiert und durch neue ersetzt werden.

Die insgesamt 205 Kilometer lange Amprion-Leitungsverstärkung befindet sich laut Projektkommunikator Jörg Weber noch am Anfang. Er rechnet nicht vor einer Inbetriebnahme der neuen Leitung vor 2023. In diesem Jahr kümmere man sich um die Bürgerbeteiligung, an dessen Ende die Beantragung des Planfeststellungsverfahrens stehe. Gleichzeitig will Amprion die etwa 50 Jahre alten bestehenden Leiterseile erneuern.

Die nächsten Stationen des Infomobils sind heute von 14 bis 15.30 Uhr in Ottersweier vor der Sporthalle im Ortsteil Unzhurst, von 14 bis 15.30 Uhr in Baden-Baden auf dem Marktplatz des Ortsteils Sandweier und von 17 bis 19.30 Uhr in der Badnerhalle in Rastatt.

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