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Ein Geschenk für die Bienen und ein Zeichen gegen "Schottergärten"
Ein Geschenk für die Bienen und ein Zeichen gegen 'Schottergärten'
13.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Die extra für eine ganz besondere Aktion in begrenzter Menge hergestellte "Baden-Badener Blütenmischung" soll nicht nur schöne Blumenpracht in die Gärten der Baden-Badener bringen, sondern auch den Bienen viel Freude bereiten.

"Wir wollen Lust auf ein blühendes Baden-Baden machen", sagte Oberbürgermeisterin Margret Mergen, als sie gestern die jetzt beginnende Saatgutaktion der Stadt in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Baden-Baden/Gaggenau vorstellte. In den nächsten Wochen werden in den Bürgerbüros, Ortsverwaltungen und den Baden-Badener Niederlassungen der Sparkasse 2 000 Tütchen mit einer speziellen Saatgutmischung verteilt.

Ziel ist es, die Bürger dazu anzuregen, in ihren privaten Gärten mehr auf Sommerblumen und Blühaspekte zu achten, die auch wertvoll für Insekten sind. Dies stellte die OB besonders heraus. "Die Bienen haben einen schweren Stand", sagte sie. Man wolle den fleißigen Nektarsammlern, die "weiter eifrig die Obstbäume bestäuben sollen", viel Arbeit verschaffen und sie "begeistern".

Die Planung für die Aktion lag bei Gartenamtsleiter Markus Brunsing, der gestern betonte, dass diese "Baden-Badener Blütenmischung" auch für kleinste Gartenflächen geeignet sei. Für Balkonkästen ist sie hingegen nicht vorgesehen. Die Saatmenge einer Tüte reicht für zwei bis drei Quadratmeter, die Blumen erreichen Höhen von 40 bis 60 Zentimeter. Brunsing empfiehlt eine Aussaat im April oder Mai. Die Erde sollte vorher mit einem Rechen gelockert werden. Die Samen brauchen dann viel Feuchtigkeit.

Bis zum Herbst werden dann bei entsprechender Pflege (Unkraut entfernen) immer wieder neue Blüten hervorgebracht. Dabei dominieren die Farben Rot und Weiß, aber auch gelbe und orangene Blumen gehören zu diesem von Brunsing entwickelten Farbkonzept. Die Mischung enthält unter anderem folgende Pflanzen: Zinnie, Ringelblume, Lein, Kosmee, Mädchenauge, Klatschmohn, Kuhnelke, Gipskraut, Schleifen- und Kornblume.

Brunsing und Mergen betonten, dass mit der Aktion auch ein Zeichen gegen die zunehmende Zahl der sogenannten "Schottergärten" gesetzt werden soll. Man wolle zeigen, dass man mit diesen Flächen etwas viel Schöneres machen könne. Das Gartenamt will selbst mit dieser Saatmischung ein Blütenband in der Allee in Höhe der Fremersbergstraße (beim ehemaligen Kleingolfplatz) aussäen, das auf die Aktion aufmerksam machen soll.

Lothar Volle, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, betonte, dass man bei dieser Initiative der Stadt sehr gerne mitgemacht habe: "Das Wohl unserer Region liegt uns am Herzen."

Bei der Ausgabe des Saatguts, die am kommenden Montag beginnt, wird um eine kleine Spende von einem Euro je Tütchen gebeten, die an die Bürgergemeinschaft Unterbeuern gehen soll zur Pflanzung weiterer Obstbäume im Obstgut Leisberg. Darüber freute sich gestern die Vorsitzende der Bürgergemeinschaft, Waltraud Nölle.

Wer Interesse an dem Saatgut hat, sollte sich beeilen, denn wenn die 2 000 Tütchen ausgegeben sind, erfolgt keine Nachbestellung. Heute wollen Margret Mergen und Markus Brunsing von 10.30 bis 11.30 Uhr die ersten Blütenmischungen beim Fest auf dem Leopoldsplatz verteilen.

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