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Wandern, Wein und eine neue Infotafel
16.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Christina Nickweiler

Baden-Baden - Gespannt lauschen die Teilnehmer einer Besuchergruppe im Neuweierer Schlosshof des Weingutes den Ausführungen von Weingutchef Robert Schätzle. Jeder Gast hält ein Weinglas in den Händen mit einem edlen Tropfen darin. Die Gruppe gehört zu den Besuchern, die am "Tag des offenen Weinkellers" am Sonntag im Rebland unterwegs waren, um den Weg von der Traube in das Glas kennenzulernen. Es ist die zweite vom Förderverein Wein, Tourismus, Kunst und Kultur organisierte Auflage.


Spätmorgens an diesem Sonntag trüben die Wolken noch die klare Sicht auf den Schartenberg. Um die Mittagszeit zeigt das Thermometer gerade einmal neun Grad Celsius. Nur vereinzelt sind Wandergruppen - einige mit Nordic-Walking-Stöcken - entlang der Mauerbergstraße zu sehen. Eine Gruppe wärmt sich gerade am Weinstand im Hof von Winzer Erwin Basler bei einer heißen Tasse Kaffee auf.

In der Nachbarschaft beim ehemaligen Winzerkeller, der an diesem Tag ebenso seine Pforten geöffnet hat, haben sich die Mitglieder des Fördervereins Wein, Tourismus, Kultur und Kunst im Rebland eingefunden, um die neue Informationstafel für Gäste vorzustellen. Mit dabei sind Ortsvorsteher Ulrich Hildner und Mathias Trui als Vertreter der Baden-Baden Kur und Tourismus GmbH (BBT). Die Botschaft aller Anwesenden: Das Rebland ist ab sofort eine plakativ zu bewerbende Marke mit Unterstützung der Stadt und der BBT. Die Tafel ist eine von insgesamt vier Exemplaren, die Touristen künftig in Varnhalt und Steinbach, aber auch im Neuweierer Ortszentrum Orientierung geben sollen.

Unweit des Ortszentrums in der Sankt-Michael-Straße herrscht beim privaten Weingut Dütsch derweil Hochbetrieb. Einige Personen kosten im Pavillon im Hof ein Glas Wein. In der Probierstube berät das Personal des Weingutes die Gäste, welcher Wein zu den angebotenen Maultaschen am besten mundet. Im selben Moment serviert Katharina Beck vom Hotel Heiligenstein einige Teller Windbeutel mit Forellenmousse und Lachsschaum. Winzer und Gastronomen arbeiten bei dieser Großveranstaltung Hand in Hand, um den Besuchern das Beste zu bieten, was das Rebland aufbieten kann.

Winzer Holger Dütsch führt unterdessen die Besucher durch das Lager mit den Barriquefässern, in denen die Rotweine heranreifen. Die Probierstube ist voll besetzt. "Wie gut, dass wir in die alte Backstube ausweichen können", freut sich Hannelore Dütsch-Weiß und lotst weitere ankommende Gäste dorthin. Der große Raum ist komplett mit Fliesen ausgestattet. In der Wand neben der Türe ist noch der große Backofen zu sehen, in der früher die renommierte Bäckerei Fritz aus Neuweier ihre Brötchen backte - davor stehen auf einem Präsentiertisch die Weine des Hauses. Der historische Charme der Backstube gefällt den Gästen. Plötzlich stimmt eine Gesellschaft zweistimmig ein Hohelied auf den Wein an. Wenig später bricht die Gruppe aus Wurmberg (Enzkreis) gut gelaunt wieder auf und wird von einem der vier Pendlerbusse zum nächsten Weingut gebracht.

Inzwischen hat es sich unter den Besuchern herumgesprochen, dass das Gulasch und die hausgemachten Spätzle beim Winzer Wäldele der Knüller sind. "Da gehen wir jetzt hin", beschließt ein Ehepaar aus Sinzheim. Eine andere Gruppe von Ausflüglern kommt mit dem Kleinbus gerade von den Weinkellern "aus der Ebenung", zuvor hatten sie in Steinbach Station beim "Gin-Brenner" gemacht. In diesem Jahr klappe das mit den Bussen prima, sagt Anja Walter, die mit ihren Freunden aus Kartung den Weinkellertag besucht.

Zwischen Umweg und Varnhalt ist an dem Tag ein Traktor zu entdecken, der auf dem Anhänger mit Holzbänken Gäste zu den Weingütern befördert. Die jungen Leute finden das toll und johlen auf dem Anhänger fröhlich drauf los. In Varnhalt haben drei private Weingutsbesitzer idyllische Plätze für ihre Gäste vorbereitet. Bei Sven Nieger zum Beispiel toben die Kinder der Besucher auf der benachbarten Wiese herum. Auffallend viele junge Leute habe sie bei dem Weintag gesehen, stellt Sonja Röhrer aus Halberstung fest. "Eine Top-Veranstaltung für unsere Region und unseren Wein", freut sich Peter Hochstuhl aus Bühl über den Tag im Rebland.

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