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Übergriffe auf Stadt-Mitarbeiter beklagt
Übergriffe auf Stadt-Mitarbeiter beklagt
02.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Veruschka Rechel

Baden-Baden - Der Empfang der Stadt Baden-Baden für die Personal- und Betriebsräte aus Anlass des Tages der Arbeit am 1. Mai hat eine lange Tradition. Er wurde 1970 ins Leben gerufen und findet bis auf wenige Ausnahmen immer im Alten Ratssaal des Rathauses statt, was auch in diesem Jahr der Fall war.

Rund 57 Gäste waren am Dienstag der Einladung von Oberbürgermeisterin Margret Mergen gefolgt, darunter die Bürgermeister Alexander Uhlig und Roland Kaiser, Ulrich Hildner, Ortsvorsteher Rebland, Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen, der Personal- und Betriebsräte der freien Wirtschaft und der Gewerkschaften aus Baden-Baden und Umgebung.

In ihrer Begrüßungsrede ging OB Mergen auf brandaktuelle Themen ein wie mehr als 700 offene Stellen allein in der Kurstadt und die damit verbundene Problematik, den Nachwuchs für bestimmte Arbeiten zu motivieren. "Wir müssen den jungen Menschen was bieten", war einer ihrer Lösungsvorschläge.

Die Zeiten hätten sich geändert, meinte Mergen. Früher sei erst einmal gearbeitet worden, bevor man an Urlaub überhaupt nur zu denken wagte. Heute stünde die Frage nach der Anzahl an Urlaubstagen beim Vorstellungsgespräch auf der Prioritätenliste ganz oben. Im Gegensatz zu früher ginge es heute mehrheitlich darum, einen Job zu haben, der noch genug Zeit für Freizeit und Familie lässt. "Deshalb gilt es, Freude an der Arbeit zu vermitteln und Bedingungen zu finden, mit denen beide Seiten zufrieden sind", führte die OB aus.

Ein wichtiges Anliegen war ihr auch die Beteiligung an der Europawahl. "Es ist wichtiger denn je, zur Wahl zu gehen, denn die größte Gefahr für eine Demokratie ist es, wenn sie für selbstverständlich gehalten wird." Man müsse alles dafür tun, Europa nicht in die Lage zu bringen, in der England jetzt sei, und das sei nur mit einer regen Wahlbeteiligung zu schaffen.

Ein weiteres Problem sei die Tatsache, das 44 Prozent der Stadt-Mitarbeiter über 50 Jahre alt seien. "Wenn die gehen, geht ein enormes Wissen mit ihnen, denn sie kennen die Stadt in- und auswendig." Deshalb möchte sie sich dafür einsetzen, dass für bestimmte Projekte städtische Ruheständler gewonnen werden.

Nach Mergen kam Doris Forcher, Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung Baden-Baden, zu Wort. Auch sie sprach gleich von einem verheerenden Fachkräftemangel. "Die Belastung im öffentlichen Dienst nimmt immer mehr zu." Sie setzte noch einen drauf und beklagte die wachsenden, verbalen und tätlichen Übergriffe von Bürgern auf städtische Kollegen. Der Job der Stadt-Mitarbeiter werde nicht genügend geschätzt.

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