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Kandidaten stehen Schülern Rede und Antwort
11.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Alexander Schütt

Sinzheim - Die Neunt- und Zehntklässler der Lothar-von-Kübel-Realschule in Sinzheim haben kürzlich mitsamt ihren Klassensprechern in der Fremersberghalle Kandidaten für die Kommunalwahl auf den Zahn gefühlt. Dafür hatten sie einen Fragenkatalog zu den Sinzheimer Themen Straßen/Verkehr, Politik, Umwelt und Schule sowie Teilorte-Ausbau vorbereitet.

Die Gemeinderatsmitglieder Gabriel Schlindwein (CDU), Matthias Schmälzle (Bündnis 90/Die Grünen), Siegfried Jung (Freie Wähler, FW), Markus Seiler (SPD), Kurt Rohner (FDP) sowie die erstmals antretende neue Wählervereinigung "Gemeinsam für Sinzheim" (GfS) mit der Kandidatin Alexandra Schrader-Christ nahmen auf Einladung von Rektor Christoph Hagel an der Veranstaltung teil. Hagel hob die Bedeutung dieser Veranstaltung hervor, die dafür gedacht sei, dass die Jugendlichen die Kommunalpolitiker hautnah erleben könnten. Viele der Schüler seien zudem Erstwähler.

In Sinzheim gibt es bereits zweimal im Jahr die Möglichkeit, die Kommunalpolitiker im Rahmen des Forums "Jugend trifft Politik" näher kennenzulernen. Die beiden Morderatorinnen Leonie Schechinger und Anne-Kathrin Bräutigam (Sprecherinnen Schülermitverwaltung, SMV) gaben den Kandidaten zunächst jeweils eine Minute Zeit, um sich persönlich vorzustellen. Bräutigam erläuterte, dass jeder Wähler bei der Kommunalwahl 22 Stimmen habe, da der Sinzheimer Gemeinderat 22 Sitze zähle.

Danach mussten die Kandidaten erstmals zur geplanten Ostanbindung (A5) an den Baden-Airpark Stellung nehmen, die alle bis auf Matthias Schmälzle und Alexandra Schrader-Christ befürworteten. Schmälzle sprach sich als Alternative für eine Umgehungsstraße bei Hügelsheim aus, da die geplante Ostanbindung durch ein Naturschutzgebiet führe. Schrader-Christ (GfS) erklärte, dass die Entscheidung für und gegen eine Ostanbindung auf der höher gelegenen Kreisebene angesiedelt sei, und nicht in den Zuständigkeitsbereich des Sinzheimer Gemeinderats falle.

Bei der Schülerfrage, ob an der Straße von Halberstung nach Sinzheim (Litzlung) Straßenlaternen angebracht werden könnten, erklärte unter anderem Schrader-Christ, dass sie sich dies nur im Rahmen von situativen Bewegungsmeldern vorstellen könne. Gabriel Schlindwein konnte sich mit einer Straßenbeleuchtung außerhalb von Ortschaften aus Naturschutzgründen nicht anfreunden. Kurt Rohner berichtete, dass eine solche den Gemeindehaushalt sehr stark belasten würde. Angesichts dessen sei eine Straßenbeleuchtung außerhalb der Gemeinde nicht zu finanzieren und das Geld beim Ausbau von Kitas besser angelegt.

Beim Thema Schule und der Frage nach einer Überdachung für den Stellplatz der Mofas erklärte Siegfried Jung, dass er dieses Ansinnen unterstütze. Matthias Schmälzle sprach gleichfalls von einer solchen Notwendigkeit auch im Hinblick darauf, dass dann auch Fahrräder diebstahlsicher dort abgestellt werden könnten. Siegfried Jung betonte, dass die technisch gleichwertige Ausstattung des Altbaus mit Süd- und Westflügel der Realschule wie der Neubau mit Beamer, Lautsprecher, Objektkameras und Internet absolut notwendig sei. Bei der Verkehrsanbindung nach Baden-Baden gebe es zwar Verbesserungen im Schulverbund, man habe aber noch Nachholbedarf und sei in Gesprächen, so Markus Seiler. Die vor vier Jahren gesammelten 600 Unterschriften der Realschüler hätten nicht die Busverbindungen nach Baden-Baden außerhalb der Schulzeiten verbessert, so Schrader-Christ. Schlindwein betonte die Wichtigkeit des Themas Mobilität und des öffentlichen Personennahverkehrs. Rohner sprach sich auch für eine Nachbesserung aus. Da die Angelegenheit aber auf Kreisebene angesiedelt und bis dato nur ein Anliegen Jugendlicher sei, sei der politische Druck leider nicht ausreichend. Bei der abschließenden öffentlichen Wahl gewann der jüngste Kandidat, Markus Seiler, die meisten Sympathien der Schüler.

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