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Schön, schnell und anmutig - der "Golden Colibri"
13.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Veruschka Rechel

Baden-Baden - Zum siebten Mal haben im Bénazetsaal des Kurhauses in Baden-Baden Europas talentierteste Tänzer beim European Dance Award (EDA) um den "Golden Colibri" gerungen. Niemand außer ihm kann auf der Stelle und sogar rückwärts fliegen: Der Kolibri ist ein absoluter Überflieger und deshalb genau der richtige Pate für diese Auszeichnung, um die Paare, Einzeltänzer und Formationen gegeneinander antraten.

Bei insgesamt sechs Finalisten, die vorab unter den besten Tanzsportlern Europas ermittelt worden waren, hatte die Fachjury die Qual der Wahl. Sie war auch in diesem Jahr wieder hochkarätig besetzt, unter anderem mit Kathrin Menzinger, mehrfache Weltmeisterin Kür Latein und Gewinnerin des European Dance Awards 2016, sowie Katja Mack, Gründerin und Leiterin der Europa-Park Talent Academy.

Sie alle nahmen die Finalisten genau unter die Lupe und entschieden nach Kriterien wie Show-Aspekt, musikalische Darbietung und tänzerische Perfektion, wer den kleinen Kolibri und das Preisgeld in Höhe von 5 000 Euro mit nach Hause nehmen durfte. Auch die rund 900 Tisch- und Flaniergäste wählten mit einer siebten Stimme wieder mit. Es wurde ein spannender und moderner Mix aus Tanzakrobatik, Latein, Tango Argentino, Breakdance, Bachata und Standard gezeigt.

Die Jury hatte sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, denn alle Tänzer waren auf ihrem Gebiet großartig. Doch letztlich gewannen die russischen Lateinspezialisten Denis Tagintsev und Ekaterina Krysanova den Goldpokal für ihren ausdrucksstarken Tanzstil und für atemberaubende Figuren wie aus einem Guss. Diese sind umso erstaunlicher, da sie erst seit April 2018 zusammen tanzen. Ganz anders Andrea Besonotto und Silvia Accossato aus Rom. Sie lernten sich schon 2008 in einer Latein-Formation kennen und lieben, tanzen seitdem erfolgreich zusammen und gewannen 2012 und 2013 die Weltmeisterschaft im Bachata. Dieser Tanz entstand wie Salsa aus mehreren Einflüssen lateinamerikanischer Musik. Die entstandene Mischung aus Gitarrenklängen, Bongos und verschiedenen anderen Instrumenten erfreut sich nicht nur in der Karibik seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Die meist romantischen Musikstücke handeln von unerfüllter Liebe, was das Tanzpaar mit seiner Formation Extravagance Dance Company aus Rom hingebungsvoll zum Ausdruck brachte.

Das russische Paar Kirill Parshakov und Anna Gudyn bot Tango Argentino, mit dem es 2015 Europameister wurde. Im selben Jahr wurden sie bei der WM zum besten nicht-argentinischen Paar gekürt. Beim diesjährigen EDA bestachen sie durch ihre ausgezeichnete Technik. Das taten mit ihrer Standard-Show auch Sebastian Zicoane und Anca Copos, die seit sieben Jahren miteinander tanzen. Obwohl sie beide erst siebzehn Jahre alt sind, wurden sie schon mehrmals nationale Meister, gewannen eine Europameisterschaft und wurden zweimal Weltmeister. Sie zeigten, mit welcher Dynamik auch Standard getanzt werden kann.

Ein absolutes Kontrastprogramm präsentierte Patrick de Souza Campelo Feldmann alias Patrox. Er überzeugte bisher bei Shows wie "Got to Dance", wurde Sieger von "Masters of Dance" und bewies mit einer Kombination aus Tanz, Akrobatik und Entertainment auch an diesem Abend sein Können. Damit punktete ebenso die deutsche Breakdance-Gruppe "The Last Action Heroes" aus Bad Oeynhausen. Sie wurde 2018 Deutscher Meister und Dritter bei der EM. Zahlreiche Titel und Erfolge stehen in der Vita der jungen Crew. Auch wer normalerweise nichts mit Breakdance am Hut beziehungsweise an der Mütze oder am Snapback hat, war begeistert von dieser einzigartigen Street-Performance.

Mit dem EDA setzte die Bäder- und Kulturstadt Baden-Baden neue Maßstäbe in Sachen Gala-Ball. Atemberaubende Shows, Publikumstanz mit Band und DJs in einem der schönsten Ballsäle Deutschlands - das konnte nur eine unvergessliche Nacht werden.

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