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Ein großer Hit jagt den nächsten
Ein großer Hit jagt den nächsten
16.05.2019 - 00:00 Uhr
Von Conny Hecker-Stock

Baden-Baden - Die Kastelruther Spatzen, das sind 30 Jahre Erfolgsgeschichte, unzählige Auszeichnungen wie die "Krone der Volksmusik" und mehr als 15 Millionen verkaufte Tonträger. Über 100 davon hat allein Monika Geppert erworben. Sie kam extra aus der Nähe von Wiesloch zur Baden-Badener Premiere der Südtiroler in den Bénazetsaal des Kurhauses und ist quasi Fan der ersten Stunde mit bisher 150 besuchten Konzerten. Auf ihrem linken Arm hat sie vor gut zehn Jahren Frontmann Norbert Rier unterschreiben und sich die Signatur dann als Tattoo stechen lassen. Warum sie die Spatzen so mag? "Ihre Lieder kommen von Herzen und entsprechen alle der Wahrheit", sagt sie mit Überzeugung und spricht damit den glückseligen Fans im Saal offensichtlich aus der Seele.

Nach dem Motto "Älter werden wir später" kündigte Norbert Rier "eure glorreichen Sieben" an, und dann wurde über zweieinhalb Stunden das Leben in den Bergen ihrer Südtiroler Heimat gefeiert. Das Programm umfasste Lieder aus früheren Aufnahmen ebenso wie neuere Produktionen, untermalt von Sehnsuchtsbildern der Dolomiten auf der Leinwand im Bühnenhintergrund. So wie Monika Geppert, die jedes Lied aus voller Kehle mitsang, zeigte sich auch das übrige Publikum durch die Bank textsicher.

Es gab immer wieder Zwischenapplaus, für den Frontmann ebenso wie für die Musiker wie Walter Mauroner bei seinem Solopart an der Trompete in "Tränen der Dolomiten". Dieses Lied wurde nach dem Ersten Weltkrieg geschrieben und soll an das Leid der Südtiroler erinnern. Doch ansonsten spielten in dem Programm Liebe, Romantik und Zärtlichkeit die Hauptrolle, was die Frauenherzen dahinschmelzen ließ, deutlich hörbar bei kollektiven Seufzern quer durch den Saal. Da hatte Gott den Traum von einer besseren Welt und erschuf mit seiner rechten Hand das Gesicht des geliebten, blonden Engels. Überhaupt scheinen die Damen der Südtiroler deren Leben zu vergolden und sogar die Wolken zum Lachen zu bringen, glaubt man den Kastelruther Spatzen. Doch es ging auch um geborstene Männerseelen, als er etwa die Rose von Südtirol auf Knien anfleht, ihn zu erhören - doch sie lässt ihn herzlos einfach zurück und zieht eiskalt in die Großstadt.

Neben vielen Liedern zum Mitklatschen, wovon rege Gebrauch gemacht wurde, hatten die Spatzen auch traurige Balladen im Gepäck. Da hatte sich etwa ihr Bild in sein Herz gebrannt, wollte er "Ein Leben lang" doch immer nur sie, bis buchstäblich mit dem letzten Atemzug seine Sehnsucht mit ihm starb. Doch es blieb keine Zeit zum Schluchzen, denn einige fröhlich Mitmachlieder widmeten sich der Heimat der Berge wie das stimmungsvolle "Monte Amore". Der Dreivierteltakt eines gemütlichen Walzers drehte sich um die Lebenserinnerungen des alten Franz.

Hoch gingen die Wogen bei der fröhlichen Polka "Tirol, du bist meine Heimat", bei der bestimmt viele im Saal gerne das Tanzbein geschwungen hätten. Seliges Schunkeln war angesagt bei dem Riesenhit der Spatzen, "Fliege mit mir in die Heimat", Mitklatschen dagegen bei "Dem Leben ins Gesicht gelacht". Wie auf ein geheimes Kommando stürmte bei "Eine weiße Rose" alles nach vorne zur Bühne, und jetzt ging die Volksmusikparty so richtig ab. Ein großer Hit jagte den nächsten, alle Arme im Saal wurden geschwenkt und Texte voller Sehnsucht und Melancholie hingebungsvoll mitgesungen.

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