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Erneut Millioneninvestition im Casino
03.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Sarah Reith

Baden-Baden - "Eigentlich sind wir eine Event-Location und längst nicht mehr nur ein Casino", fasst der Baden-Badener Spielbank-Direktor Thomas Schindler die Veränderungen der letzten Jahre zusammen. Den neuen Anforderungen soll nun auch mit einem runderneuerten Rezeptionsbereich Rechnung getragen werden. In die Umgestaltung fließt ein Millionenbetrag.

Für den großen Umbau steht man beim Casino bereits in den Startlöchern, wie Schindler berichtet. Die Baugenehmigung sei erteilt, lediglich der rote Punkt (Baufreigabe) fehle noch. Sobald dieser eingehe, könne man loslegen - idealerweise bereits Anfang bis Mitte Juni. In die Modernisierung des ersten Raums des Casinos, den man vom Kurhaus-Foyer aus betritt, will allein die Baden-Württembergische Spielbanken GmbH & Co. KG laut dem Casino-Chef knapp 1,5 Millionen Euro investieren. Die Bäder- und Kurverwaltung Baden-Württemberg als Eigentümerin der Immobilie steuere ebenfalls einen "deutlich sechsstelligen" Betrag bei, so Schindler.

Es handle sich um den letzten Bereich, bei dem noch eine Modernisierung anstehe: Alle anderen nicht komplett denkmalgeschützten Räume innerhalb des Casinos seien in den vergangenen fünf Jahren bereits umgestaltet worden: der Club Bernstein, das Restaurant, Außenterrasse und Pavillon, Veranstaltungsbereich und Saal Bénazet (nicht zu verwechseln mit dem großen Bénazet-Saal im Kurhaus). Aktuell würden noch die früher innen recht schmucklosen Kassenhäuschen renoviert und mit einer Holzverkleidung aufgewertet. Insgesamt seien für die Modernisierung all dieser Bereiche, bei der Otto Wulferding, Geschäftsführer der Baden-Württembergischen Spielbanken, treibende Kraft sei, in den zurückliegenden Jahren bereits rund fünf Millionen Euro aufgewandt worden.

Nun also die sogenannte Rezeption. Unter Denkmalschutz stehen hier laut Schindler nur die gewölbte Decke und die Holzvertäfelung an den Wänden. Alles andere stammt aus der Mitte der 1970er Jahre - und soll nun weichen. Mit der Umgestaltung und auch technischen Modernisierung wurden die Architekturbüros Kruse & Janod aus Baden-Baden sowie Rosen aus Frankfurt beauftragt. Der neue Empfangsbereich soll laut Schindler besser den veränderten Gegebenheiten entsprechen: Mittlerweile komme man nicht mehr nur zum Spielen ins Baden-Badener Casino, es gebe viele Veranstaltungen und ganz unterschiedliche Möglichkeiten, seinen Aufenthalt zu gestalten.

Ein weiterer "Unterhaltungsbaustein" solle in Form eines "Concept-Stores" im Eingangsbereich nun noch dazukommen. In der Boutique soll es Werbe-Artikel und hochwertige Einzelprodukte geben. Nicht nur für Spielbank-Besucher, sondern auch für Baden-Badener interessant, meint Schindler - schließlich könne man dort künftig auch noch schöne Last-Minute-Geschenke bekommen, wenn einem zum Beispiel am späten Samstagabend einfalle, dass man für den Sonntag ein Geburtstagsgeschenk benötige.

Darüber hinaus entstehen im künftig in Blau und mit eleganten Loungemöbeln gestalteten Empfangsbereich zwei unterschiedlich große Rezeptionen und eine Medienwand, auf der auf Bildschirmen etwa über Eintrittspakete informiert wird. Auch neu: Ein sogenanntes "Welcome-Management": Direkt am Eingang wird es laut Schindler einen Tisch geben, an dem die Gäste bereits begrüßt und über die Abläufe informiert werden, ähnlich wie bei einem Concierge im Hotel. So könnten in aller Ruhe auch ausführlich Fragen beantwortet werden, was an der Rezeption weniger gut möglich gewesen sei. Das gebe es seines Wissens nach in keinem anderen europäischen Casino, so Schindler.

Vom Umbau, der laut dem Casino-Direktor rund sechs Monate dauern wird, sollen die Gäste wenig merken. Für sie werde nur der Rezeptionsbereich kleiner: Es wird eine Staubwand in der Mitte eingebaut, sodass erst die eine, dann die andere Hälfte des Raums umgebaut werden kann, während auf der jeweils anderen Seite der Betrieb weitergeht.

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