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Markgraf-Ludwig-Gymnasium muss Schülern absagen
Markgraf-Ludwig-Gymnasium muss Schülern absagen
11.06.2019 - 00:00 Uhr
Baden-Baden (nie) - 100 Bewerber, 90 Plätze: Auch im nächsten Schuljahr kann nicht jeder Schüler, der gerne das Baden-Badener Markgraf-Ludwig-Gymnasium (MLG) besuchen möchte, dort wirklich ab der fünften Klasse die Schulbank drücken. Vorgaben vom Land und Platzmangel machen das unmöglich.

Eine Absage musste jüngst auch eine Mutter mit ihrem Sohn, der "unbedingt aufs MLG" wollte, aus Leiberstung hinnehmen, wie sie dem BT mitgeteilt hat. "Frustrierend" sei für sie die Antwort der Schule, denn ihr Sohn habe die Empfehlung fürs Gymnasium, andere, die nun bald das MLG besuchen werden, aber nicht. Dem stellvertretenden Rektor Marco Kuhn jedoch sind nach eigenen Angaben die Hände gebunden. Die Raum- und Lehrerkapazität sowie die Anzahl von 30 Kindern pro Klasse bestimmten die mögliche Anzahl der Aufnahmen. Räumlich gebe es auf dem Gelände kein Potenzial für eine Erweiterung, das zuständige Regierungspräsidium (RP) lege die Klassengröße fest und auch, dass es insgesamt drei Klassen gibt.

Schon in den vergangenen beiden Jahren gab es zu viele Bewerber für die 90 Plätze, sodass Viertklässler, die gerne den neunjährigen Weg zum Abitur einschlagen wollten, abgewiesen werden mussten. "Wir schicken keinen gerne weg", sagt Kuhn. Alle 100 Entscheidungen seien Einzelfallentscheidungen, der Schulleiter habe am Ende die undankbare Aufgabe, denen, die nicht genommen werden können, abzusagen.

Ausgewählt wird laut Kuhn nach der Strecke des Schulwegs und danach, ob schon Geschwister die Schule besuchen. Das seien Vorgaben des RP. "Die Grundschulempfehlung darf gar nicht berücksichtigt werden", so Kuhn. Der Gesetzgeber gebe ganz klar vor, dass die Schulwahl in der Verantwortung der Eltern liege. Die Mutter aus Leiberstung hatte sich darüber beklagt, dass sie die Grundschulempfehlung zwar vorgelegt habe. Diese habe aber niemanden interessiert.

Kuhn führt aus, dass in diesem Jahr zum ersten Mal die unverbindliche Empfehlung an der weiterführenden Schule wieder vorgelegt werden musste. Die Gesetzeslage sei eindeutig, bedauert Kuhn, der es als "keine leichte Aufgabe" beschreibt, Kindern absagen zu müssen.

Die Leiberstunger Mutter zeigte sich auch erbost über das Regierungspräsidium, mit dem sie nach der Absage Kontakt aufgenommen hatte. Die dortigen Mitarbeiter hätten sie "total dumm" hingestellt und keine konkreten Auskünfte gegeben. Sie stellt sich zudem die Frage, warum Grundschullehrer sich die Mühe eines Empfehlungsschreibens machen müssen, wenn es doch keinen interessiere.

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