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Werke aus der Barockzeit im Gepäck
Werke aus der Barockzeit im Gepäck
12.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Karen Streich

Baden-Baden - Ein festliches Konzert des Startrompeters Bernhard Kratzer und des Organisten Paul Theis am Pfingstmontag in der Lichtentaler Klosterkirche gehört mittlerweile in Baden-Baden zur guten Tradition. Auch diesmal hatte das seit 1997 zusammen musizierende Duo ein glanzvolles Programm im Gepäck mit überwiegend Werken aus der Barockzeit. Kompositionen für Orgel solo wechselten sich mit sehr guten von Kratzer selbst für Trompete und Orgel bearbeiteten Stücken ab.

In seiner Begrüßung äußerte sich Paul Theis beglückt darüber, wieder auf der zwar kleinen, aber an Klangfarben reichen Orgel der Klosterkirche konzertieren zu dürfen. Mit jubilierenden Klängen des für Trompete und Orgel bearbeiteten Konzerts in D-Dur von Johann Friedrich Fasch wurde das Programm eröffnet, was gleich zu Beginn demonstrierte, welche Strahlkraft Kratzer seinem Instrument entlocken kann. Kratzer ist Solotrompeter des Staatsorchesters Stuttgart. Doch Theis, ein viel beschäftigter Organist, Sänger, Orchester-und Chorleiter, stand seinem Partner in Nichts nach.

Mit der "Suite pour le Magnificat" von Jean-Adam Guilain gelang es ihm auf's Schönste, auch mit reizvollen Echowirkungen den Klangfarbenreichtum der Klosterorgel auszukosten. Bei den musikalisch recht humorvollen Variationen für Amadé über das Lied "Geh aus mein Herz und suche Freud" von Theophil Zamrot für Orgel solo gab es viele bekannte Motive Mozarts zu entdecken. Ein weiteres Orgel-solo-Stück, "Versetti per il Gloria" von Vincenzo A. Petrali, zeigte sich verspielt, weltlich und mit einem pompösen, tänzerischen Finale.

Die Bearbeitung des "Laudate Dominum" aus der "Vesperae solennes de confessore" KV 339 von Wolfgang Amadeus Mozart interpretierte Kratzer zur Orgelbegleitung auf seiner Corno da caccia, deren warmer, weicher Hornsound bezaubernd wirkte. Umfangreich zeigte sich das Konzert in D-Dur des italienischen Komponisten Giuseppe Torelli in der Bearbeitung für Trompete und Orgel, bei dem der dritte Satz, Presto/Adagio, ein Orgelsolo darstellte.

Glanzvoll - wie zu Beginn des Konzerts die Komposition von Fasch - erwies sich auch das Finale des Pfingstkonzerts mit der Konzert-Sonate D-Dur für Trompete und Orgel von Georg Philipp Telemann mit getragenen Dialogen im langsamen Satz, Largo, und Heiterkeit und Frohsinn, den das abschließende Vivace versprühte. Für den restlos begeisterten Applaus des Publikums gab es noch ein "Halleluja" als schöne Zugabe.

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