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Asbestfund bremst Bauarbeiten
Asbestfund bremst Bauarbeiten
14.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Areal des Achteck-Gebäudes in Haueneberstein ruhen seit Tagen. Das Bauprojekt - ein Einkaufsmarkt und ein Bürogebäude sollen entstehen - liegt nun schon zweieinhalb Monate hinter dem Zeitplan. Hauptgrund dafür ist die Tatsache, dass in dem mittlerweile abgerissenen Altbau Asbest gefunden wurde.

Wilde Gerüchte kursieren dieser Tage in der Eberbachgemeinde: Von Giftmüllfässern und einem einbetonierten Skelett ist wahlweise die Rede, die beim Abriss des Achteck-Gebäudes gefunden worden sein sollen. Die Wahrheit ist weitaus weniger spektakulär und dennoch ärgerlich für die Bürger in Haueneberstein, die nun schon seit fünf Monaten ohne Einkaufsmarkt auskommen müssen, und für den Investor, den Baden-Badener Immobilienunternehmer Martin Ernst: In einer Zwischendecke ist beim Abriss der alten Gebäude asbesthaltiges Material gefunden worden. Das hat die Arbeiten verzögert. Der Fund kam nicht nur für Ernst überraschend: Gutachter, die das Gebäude vor Beginn der Bauarbeiten unter die Lupe genommen hatten, waren nicht fündig geworden, wie er betont.

Weil das schädliche Material nur in Handarbeit und unter Vollschutz abgebaut werden konnte und die Entsorgung organisiert werden musste, wird das Bauvorhaben um einiges teurer und es verzögert sich deutlich. "Der neue Edeka-Markt wird nicht vor März 2020 fertig - und das Bürogebäude frühestens im September", so Ernst auf BT-Anfrage. Ursprünglich war geplant gewesen, den Einkaufsmarkt zum Jahresende 2019 zu öffnen. Immerhin: Am kommenden Montag gehen die Bauarbeiten weiter. Dann wird die Bodenplatte für den neuen Einkaufsmarkt errichtet.

Wie berichtet, entstehen auf dem Areal des mittlerweile abgerissenen Edeka-Marktes und des ebenfalls bereits verschwundenen Achteck-Gebäudes ein neuer Einkaufsmarkt und daneben ein neues Bürogebäude. Der neue Edeka wird mit einer Fläche von 1 856 Quadratmetern größer sein als sein Vorgänger. Der Büroneubau wird auf vier Etagen eine Nutzfläche von 4 100 Quadratmetern haben. Unter anderem ist dort ein Fitnessstudio der Kette "adam + eve" geplant. Der Bauherr, die GbR Robert-Bosch-Straße 2 + 4 Haueneberstein, deren Eigentümer FBB-Stadtrat Martin Ernst und dessen Tochter Julia-Sophie sind, investieren dafür etwa zehn Millionen Euro. Vorgesehen ist zudem die Umgestaltung der Straßenkreuzung Robert-Bosch-Straße/Bertha-Benz-Straße/Gottlieb-Daimler-Straße in einen Verkehrskreisel.

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