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Mehr Menschen in Arbeit vermittelt
Mehr Menschen in Arbeit vermittelt
04.07.2019 - 00:00 Uhr
Von Marius Merkel

Baden-Baden - Die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung in der Kurstadt gehen weiter zurück. Das bestätigten Baden-Badens Bürgermeister Roland Kaiser und Christian Schmidt, Leiter des Jobcenters Baden-Baden, als sie gestern das Halbjahresfazit des Jobcenters vorstellten.

Die Arbeitslosigkeit hat sich demnach im hiesigen Jobcenter von Mai auf Juni um 32 auf 729 Personen verringert. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 104 Arbeitslose weniger (Juni 2018: 833). Seit Beginn des Jahres gab es 1 049 Arbeitslosmeldungen, dem stehen allerdings 1 095 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber.

Die Arbeitsmarktentwicklung zeigt sich laut Schmidt am deutlichsten in der Unterbeschäftigung, wobei zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch Personen erfasst werden, die Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung sind. "Erfreulich ist vor allem, dass die Unterbeschäftigung bei uns entgegen des Bundestrends zurückgegangen ist." Gegenüber dem Vormonat ist diese im hiesigen Jobcenter um 21 Personen gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im Juni bei 1 033 Personen (62 weniger als 2018).

Ebenfalls zurückgegangen ist die Zahl der Menschen, die auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind: Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Anzahl der Haushalte, die Jobcenterleistungen beziehen, um 89 zurückgegangen und betrug im Juni noch 1 455.

Was den Verantwortlichen aktuell allerdings Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass im ersten Halbjahr 2019 weniger freie Stellen als im Vorjahr angeboten werden konnten. "Vor allem im Bereich Tourismus-, Hotel- und Gastgewerbe ist dieser Trend zu bemerken", sagte Schmidt. Seit Jahresbeginn wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter insgesamt 1 100 freie Stellen gemeldet, 4,2 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. "Auch wenn die Unternehmen momentan etwas weniger Stellen haben, besteht nach wie vor ein hoher Bedarf an qualifizierten Fachkräften", betonte Schmidt.

Weiter informierten Kaiser und Schmidt über das neue Teilhabechancengesetz und das neue Online-Angebot für die Kunden des Jobcenters.

"Das Teilhabechancengesetz ist eine Fördermöglichkeit für Menschen, die bereits seit mehreren Jahren auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind", erklärte Schmidt. Dabei gebe es die Möglichkeit der beschäftigungsbegleitenden Beratung. "Wir haben im Bedarfsfall die Chance, auch nach der Arbeitsaufnahme mit Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Gespräch zu bleiben", sagte Schmidt.

Einer dieser Arbeitgeber könnte die Stadt Baden-Baden werden. Kaiser signalisierte, dass die Stadt "dabei ist, Stellen zu schaffen". Diese seien etwa vorstellbar bei der Feuerwehr oder beim Eigenbetrieb Umwelttechnik.

Das neue Online-Angebot des Jobcenters soll den Kunden die Möglichkeit geben, zusätzlich zu den bisherigen Zugangskanälen zum Beispiel auch die Weiterbewilligung von Leistungen im Internet zu beantragen. "Der Erstantrag muss aber weiterhin vor Ort erfolgen", sagte Schmidt.

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