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Wasserschaden legt Eberbachhalle lahm
Wasserschaden legt Eberbachhalle lahm
10.07.2019 - 00:00 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Die Vereinsräume und der Jugendtreff in der Eberbachhalle in Haueneberstein sind von Schimmelpilz und Feuchtigkeit befallen. Das gesamte Untergeschoss des etwa 50 Jahre alten Hallenkomplexes in der Straße "Großer Maien" ist deshalb ab sofort gesperrt. Es wird den Nutzern über Monate nicht zur Verfügung stehen.

Es waren schlechte Nachrichten, die Björn Käckell vom städtischen Fachgebiet Gebäudemanagement am Montag dem Ortschaftsrat von Haueneberstein überbrachte. Fest steht demnach, dass das Tiefgeschoss der Sporthalle umfassend saniert werden muss. Bislang ist aber weder klar, auf welche Weise das geschehen kann, noch, was es kosten wird.

Käckell machte deutlich, dass der Aufwand im sechsstelligen Bereich liegen wird, und er machte dem Rat wenig Hoffnung, dass die Vereinsräume und der Jugendtreff in den kommenden Monaten genutzt werden können. Aus gesundheitlichen Gründen sei das untersagt, machte Käckell klar. Die Vereine, vor allem Chöre, der Musikverein und die Fastnachter, die die Räume nutzten, seien angehalten, ihre Noten, Instrumente und Uniformen aus der feuchten und schimmeligen Umgebung zu schaffen, meinte Ratsmitglied Alexander Schäfer (CDU).

Das "umfangreiche Schadensbild" im Untergeschoss der Halle sei im Frühjahr entdeckt worden. Im März habe der Hausmeister der Verwaltung erste Feuchtigkeitsspuren gemeldet. Danach sei recht schnell klar geworden, dass es in allen Bereichen eine deutliche Vernässung gebe, so Käckell. Man habe festgestellt, dass die Dränage rund um das Gebäude kaputt sei, die Abdichtung der Grundmauern nicht der Norm entspreche und einige Entwässerungsleitungen zum Teil gravierende Schäden aufwiesen. Außerdem sei bei einer weiteren Untersuchung im Mai und Juni akuter Schimmelbefall in allen Wänden und Böden nachgewiesen worden.

Auf welche Weise die Reparatur erledigt werden kann, wird derzeit noch ermittelt. Klar ist laut Käckell, dass alle Innenwände und Böden im Untergeschoss abgerissen werden müssen. Dann muss durch eine Spezialfirma eine Schimmelreinigung stattfinden. Erst danach könne man neue Böden und Wände einbauen. Zuerst müsse man jedoch sicherstellen, dass von außen keine weitere Feuchtigkeit eindringe. Das gestalte sich in manchen Bereichen schwierig, weil man wegen mehrerer Überbauten an die Außenwände des Tiefgeschosses an manchen Stellen nicht von außen her gelangen könne. "Da arbeiten wir noch an einer Lösung", so Käckell. Er hoffe, im Herbst eine genaue Planung samt Kostenaufstellung vorlegen zu können, damit man dann an die Auftragsvergabe gehen könne. "Allerdings wird es auch nicht einfach sein, eine Firma zu finden, die den Auftrag schnell erledigen kann", machte er deutlich.

Die Räume vorher für die Nutzung freigeben könne man nicht. Wegen der Schimmelpilze gebe es bei empfindlichen Leuten durchaus ein gesundheitliches Risiko. "Dafür möchte ich die Verantwortung nicht übernehmen", so der Fachgebietsleiter. Allenfalls für die Fastnachtssaison könnte es nach seinen Worten eine provisorische Lösung geben, indem nach einer professionellen Schimmelreinigung behelfsmäßige Wände und Böden eingebaut würden, die dann nach Aschermittwoch für die Fortsetzung der Bauarbeiten wieder entfernt werden müssten. "Das hat dann zwar allenfalls Baustellenflair, ginge aber", meinte Käckell.

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