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Abschied und Neubeginn im Rebland
Abschied und Neubeginn im Rebland
10.07.2019 - 00:00 Uhr
Von Christa Hoffmann

Baden-Baden - Die letzte Sitzung des Rebland-Ortschaftsrats vor der Sommerpause ist am Montagabend von Abschied und Neubeginn geprägt gewesen. Ortsvorsteher Ulrich Hildner dankte den ausscheidenden Räten und verpflichtete die 18 wiedergewählten und neuen für ihre fünfjährige Amtszeit.

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Jeweils einstimmig votierten die Räte für die Ortsvorsteher-Stellvertreter. An erster Stelle rangiert Klaus Bloedt-Werner (CDU) aus der stärksten Fraktion mit sieben Sitzen, gefolgt von Barbara Nießen von den Grünen, die mit sechs Sitzen einen mehr errungen haben als in der Wahlperiode zuvor. Es folgt Harry Hasel von den Freien Wählern, die auf drei Sitze kommen, als Dritter im Bunde, gefolgt von Arno Klein (CDU) als Vierter. Mit jeweils einem Sitz sind die SPD und die FDP in dem Gremium vertreten.

In der Folge bestätigten die Kommunalpolitiker einstimmig den bisherigen hauptamtlichen Ortsvorsteher Ulrich Hildner in seinem Amt. Er war der einzige Kandidat. Er danke für das Vertrauen und freue sich auf eine gute Zusammenarbeit, sagte er. Zuvor hatte Hildner Günter Seifermann nach 44 Jahren (in Abwesenheit), Michael Bollinger - "nicht der lauteste, aber pointiert" - nach zehn Jahren im Amt (beide Grüne), Johannes Lindemann (SPD), ein Mann "der eher leisen Töne", nach 27 Jahren Einsatz und Martin Ziegler (Freie Wähler), der 2017 als Nachrücker gekommen war, verabschiedet und ihnen für die "vielen Stunden, die Sie für die Gemeinschaft geopfert haben", in persönlichen Worten gedankt.

Bei der Verabschiedung der vier Ortschaftsratsmitglieder aus dem Gremium konnte Günter Seifermann (Grüne), der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl angetreten war, nicht dabei sein. Aber alle Anwesenden haben an ihn gedacht, nicht zuletzt wegen der Worte von Ortsvorsteher Ulrich Hildner, der dessen Verdienste und besonderen Einsatz hervorhob.

Rekordverdächtige 44 Jahre lang war der Kommunalpolitiker Seifermann Mitglied im Ortschaftsrat gewesen, zunächst im Steinbacher Gremium, dann ab 2004 im Rebland-Parlament . Und parallel dazu amtierte er zehn Jahre lang als ehrenamtlicher Ortsvorsteher und mit siebenjähriger Unterbrechung seit 1980 auch als Stadtrat in Baden-Baden. Als "landesweit etwas Besonderes" bezeichnete Hildner dessen kommunalpolitisches Engagement, das er 1967 als SPD-Politiker begonnen hatte. 1997 wechselte er zu den Grünen. Dass die Grünen im Rebland ein Drittel aller Mandate bei der Kommunalwahl am 26. Mai errungen hätten, sei auch sein Verdienst, betonte der Ortsvorsteher. Seifermann hatte auch den kommunalpolitischen Arbeitskreis gegründet und diesem vorgestanden. Er sei kritisch, fordernd, penibel und hartnäckig und an allen Themen dran gewesen, sagte Hildner rückblickend, und habe so gut wie nie bei einer Sitzung gefehlt. Selbst an seinem 75. Geburtstag 2018 habe er die Gemeinderatssitzung nicht versäumt. Für diesen unermüdlichen Einsatz habe Günter Seifermann bereits zahlreiche Ehrungen erhalten. Zwei Ehrenmedaillen in Gold verlieh ihm Oberbürgermeisterin Margret Mergen 2017 für 30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Gemeinderat.

Den vier Neulingen Robert Hauns, Jennifer Lehoux -Wäldele, Tobias Wäldele (alle Grüne) und Andreas Birnbreier (Freie Wähler) bot Hildner seine Unterstützung an. Sie könnten sich jederzeit mit Fragen an ihn wenden, sagte er, und er informierte sie über ihre künftigen Aufgaben und Pflichten. Schließlich gab es noch Ehrungen (Bericht folgt).

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