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FBB-Vertreterin ersetzt CDU-Ratsmitglied
FBB-Vertreterin ersetzt CDU-Ratsmitglied
11.07.2019 - 00:00 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Neu formiert hat sich der Ortschaftsrat Haueneberstein bei seiner Sitzung am Montag. Ortsvorsteher Hans-Dieter Boos wurde dem Gemeinderat zur Wiederwahl vorgeschlagen. Helmut Reiß (Freie Wähler) erhielt für sein 20-jähriges Engagement im Gremium das silberne Verdienstabzeichen des baden-württembergischen Städtetages.


Die Kommunalwahl im Mai hatte nur wenig Einfluss auf die personelle Besetzung des Ortschaftsrats der Eberbachgemeinde. Die CDU verlor einen Sitz: Erika Kimmig, die nicht mehr angetreten war, gehört nun nicht mehr dem Gremium an. Stattdessen besetzt die Gruppe der Freien Bürger (FBB) erstmals einen Sitz im Ortschaftsrat - und nicht die AfD, wie gestern irrtümlich im BT berichtet: Nicole Bächler ist für die FBB in das Gremium gewählt worden.

Helmut Reiß habe den Stadtteil Haueneberstein in den zurückliegenden Jahren mitgeprägt, sagte Ortsvorsteher Boos zu Beginn der Sitzung. Er bezeichnete ihn als engagiertes und kritisches Ratsmitglied mit enorm viel Sachverstand. Reiß habe eine "ungeheuer angenehme Art des Miteinanders" und "sich nie im Ton vergriffen", so Boos weiter. Er verstehe es auch oft, mit witzigen und geistreichen Einwürfen die Sitzungen aufzulockern. Der Geehrte bedankte sich für das gute Miteinander - und bei den Bürgern für das langjährige Vertrauen. Mit etwas Wehmut verabschiedete Boos sodann Erika Kimmig (CDU) aus dem Ortschaftsrat. Mit ihr habe es eine angenehme und vertrauensvolle Arbeit gegeben. Reinhilde Kailbach-Siegle lobte zudem die Bodenständigkeit und das ehrliche Auftreten ihrer Fraktionskollegin. Sie habe sich immer gerne für die Eberbachgemeinde eingesetzt, betonte Kimmig. Aber jetzt sei es Zeit, zu gehen, meinte sie - und räumte sogleich ihren Platz für die FBB-Vertreterin.

Sodann galt es, Regularien zu klären. Helmut Reiß (Freie Wähler) und Alexander Schäfer (CDU) wurden jeweils einstimmig zum ersten und zweiten Stellvertreter des Ortsvorstehers gewählt. Im Vermittlerausschuss, der bei Unstimmigkeiten mit der Stadtverwaltung tagen soll, sitzen künftig Dirk Franzen (Freie Wähler), Reinhilde Kailbach-Siegle (CDU) und Bruno Geiler (Grüne). Ersatzmitglieder sind Volker Maier (Freie Wähler), Thomas Boos (CDU) und Andrea Bronner (SPD).

Leichte Irritationen gab es bei der Wahl des Ortsvorstehers. Helmut Reiß (Freie Wähler), der die Sitzungsleitung übernommen hatte, berichtete, dass die Stadtverwaltung die Stelle nicht ausgeschrieben habe. Dafür gebe es aber auch keine Verpflichtung, so Reiß. Hans-Dieter Boos, der das Amt seit 24 Jahren innehat, hatte sich erneut beworben und wurde dem Gemeinderat dann auch einstimmig bei zwei Enthaltungen zur Wahl vorgeschlagen. Er sei auch nach 24 Jahren "noch nicht satt", sagte Boos danach. Er wolle sich mit voller Kraft für Haueneberstein einsetzen.

Die beiden Ratsmitglieder Thomas Boos (CDU) und Volker Maier (Freie Wähler) erklärten, dass sie es besser gefunden hätten, wenn die Stelle ausgeschrieben worden wäre. Er finde es nicht zeitgemäß, eine solche Stelle ohne öffentliche Ausschreibung zu besetzen, meinte Boos. Reinhilde Kailbach-Siegle (CDU), Sabine Iding-Diehlmann (Grüne) und Andrea Bronner (SPD) stärkten dem Ortsvorsteher dagegen den Rücken. Es gehöre zur "guten Gepflogenheit", den amtierenden Ortsvorsteher, der als Angestellter der Stadtverwaltung tätig ist, wiederzuwählen, sagte Kailbach-Siegle. "Ich gucke auf das, was in den vergangenen Jahren erreicht wurde." Das sei überzeugend genug für eine Wiederwahl, meinte sie.

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