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Nachhaltigkeit als Top Act bei New Pop
19.07.2019 - 00:00 Uhr
Baden-Baden (hol/red) - Sondertickets der Bahn, Recycling für den roten Teppich, Elektroautos für die Künstler, Imbiss ohne Verpackung - alles mit wissenschaftlicher Begleitung. Eine der besucherstärksten Veranstaltungen der Kurstadt wird umweltfreundlicher: Bei der 25. Auflage des New-Pop-Festivals von 12. bis 14. September soll die Nachhaltigkeit zum Top Act werden. Unter dem Motto "New Pop goes green" kündigte SWR 3, Veranstalter des Festivals seit 1994, gestern viele Neuerungen an.





Anreise mit Bus und Bahn

Für 25 Euro kann man aus ganz Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland per Regionalbahn an den drei Festivaltagen nach Baden-Baden an- und wieder abreisen. Das Angebot gilt für alle Besucher - also unabhängig davon, ob sie Eintrittskarten für ein Konzert haben oder einfach so anlässlich des Festivals nach Baden-Baden reisen wollen. Tickets gibt es ab 1. August per Internet auf einer speziellen Seite der Bahn. In der Stadt verkehren wie gewohnt Pendelbusse, für Konzertbesucher kostenlos.

Weniger Abfälle

Die Müllproduktion soll insgesamt möglichst gering gehalten werden. "Bei den eingesetzten Materialien wird das Team im Einzelfall abwägen, ob es umweltfreundlicher ist, Produkte aus Recycling-Material anzuschaffen oder bereits bestehende Gegenstände zu verwenden, wie beispielsweise PVC-Banner, die erst nach ihrer Lebensdauer der thermischen Verwertung zugeführt werden. Neue Banner werden ausschließlich aus recycelten und recycelbaren Materialien produziert", heißt es. Der rote Teppich wird recycelt. Für die Mülltrennung während des Festivals stehen gesonderte Mülltonnen zur Verfügung. Caterer sind angehalten, Speisen möglichst unverpackt anzubieten. Das Angebot soll durch vegetarische und vegane Varianten ergänzt werden.

Weniger CO -Ausstoß bei der Produktion

Bereits Monate im Voraus sei mit den Dienstleistern eine Planung erstellt worden, um unnötige Leerfahrten, lange Anlieferungswege und unkoordinierte Mehrfachfahrten bei der Produktion zu vermeiden, teilt SWR 3 mit. Reporter werden mit E-Bikes ausgestattet. Für den Transport der Künstler in der Stadt stellt Mitveranstalter Audi ausschließlich vollständig elektrisch betriebene Fahrzeuge zur Verfügung. Der Stromverbrauch des Festivals wird vollständig aus Wasserkraft gedeckt. Um Strom zu sparen, werden bei Konzerten fast nur LED-Scheinwerfer eingesetzt.

Wissenschaftliche Begleitung

Um das Festival umweltfreundlicher zu machen, hat sich der Sender wissenschaftliche Unterstützung geholt: Die Hochschule Aalen begleitet die Neuerungen und hat bei der Umsetzung geholfen. Professor Ulrich Holzbaur, der nachhaltige Entwicklung und Eventmanagement lehrt und darüber forscht, hat mit seinem Team bei der Realisierung der Ideen geholfen.

Festival für die Zukunft

Programmchef Thomas Jung betont: "Wir möchten ein Festival für die Zukunft - eine nachhaltige Initiative, um den Umweltgedanken auch zu den New-Pop-Fans zu tragen. Ziel ist es, auch die Besucher für mehr Nachhaltigkeit, insbesondere auch bei großen Veranstaltungen, zu begeistern." Die Verantwortung, das New-Pop-Festival grün zu gestalten, liege allerdings nicht allein bei SWR 3, so Jung. "Das Festival wird erst durch die Stadt, die Partner, die Künstler sowie die Besucher nachhaltig. Sie alle können dazu beitragen, die Umweltbelastung zu minimieren." Der Weg soll in den nächsten Jahren fortgeschrieben werden, betont er.

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