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Oldtimerschätze müssen etliche Aufgaben bewältigen
Oldtimerschätze müssen etliche Aufgaben bewältigen
22.07.2019 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Baden-Baden - Der Automobilclub (AC) Rheintal ließ am Samstag die Herzen von Oldtimerfans höherschlagen. Zum ersten Mal in seiner Geschichte trat der Verein als Veranstalter der Historik-Baden-Veranstaltung auf. Am Start an der Talstation der Merkurbahn waren 56 automobile Oldtimerschätze. Das älteste Fahrzeug war ein Triumph Roadster von 1948.

Zu sehen waren unter anderem ein knallroter Käfer 1200, Baujahr 1983, ein himmelblauer MG TD von 1952, auch ein Chevrolet Corvette C3, Baujahr 1979, mischte sich unter die Fahrzeugpalette, die vom Porsche bis zum Goggomobil reichte.

Jedes der liebevoll und mit Hingabe von ihren Besitzerinnen und Besitzer gepflegten Autos hat seine eigenen Geschichte. Diese interessierte am Samstag jedoch nur am Rande. Im Mittelpunkt des Geschehens stand die Ausfahrt. Der Korso führte kurvenreich von Baden-Baden aus über Schloss Eberstein hoch zum Kaltenbronn. Von dort aus nahmen die Automobilisten Kurs über Enzklösterle und Baiersbronn auf Freudenstadt, wo zunächst eine Rast eingelegt wurde.

Nach einer angemessenen Ruhepause für Mensch und Material ging es weiter nach Bühl. Ziel war dort der Europaplatz. Wissenswertes zu den Fahrzeugen wusste in der Zwetschgenstadt sowie in Freudenstadt SWR-Moderator Michael Wirbitzky zu erzählen.

Bevor es allerdings auf die Strecke ging, war ein erster Check zu absolvieren. Dabei handelte es sich um eine Sollzeitprüfung. Eine erste Zeitmessung erfolgte nach 70 Metern, die dafür festgelegten 15 Sekunden Fahrzeit durften nicht über- oder unterschritten werden, sonst drohten Strafpunkte. Nach 125 Metern folgte die nächste Zeitnahme. Wichtigste Utensil für alle Beifahrer war deshalb bei dieser Ausfahrt die Stoppuhr.

Auch nach dem Passieren der beiden Messpunkte war es mit den Herausforderungen noch nicht vorbei. Dem Beifahrer fiel zudem die Aufgabe, zu, dafür zu sorgen, dass der Fahrer die richtige Strecke unter die Reifen nahm. "Er sagt, wo es lang zu gehen hat", erklärte Rainer Lorenz, sportlicher Leiter des AC Rheintal.

Gefahren wurde nicht nach den Aufzeichnungen einer handelsüblichen Straßenkarte, sondern nach sogenannten Chinesenzeichen - eine Zeichensprache die sich auf Anhieb nur geübten Teilnehmern von Ausfahrten erschließt.

Zu bewältigen waren noch einige Sonderprüfungen, die unterwegs auf die Oldtimerfahrer lauerten wie die eine oder andere Geschicklichkeitsprüfung. Gewertet wurde in fünf Kategorien. Pokale waren unter anderem vorgesehen für das beste Damenteam oder für den Gesamtsieger. Gleichwohl kam der Spaß am Fahren nicht zu kurz. Schon allein die bewundernden Blicke vom Straßenrand aus sind es wert, seinen Oldtimerschatz aus der Garage zu holen.

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