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Lebensraum der Auerhühner gepflegt
Lebensraum der Auerhühner gepflegt
23.07.2019 - 00:00 Uhr
Baden-Baden (red) - Der Schwarzwald beheimatet - noch - eine der größten Auerhuhn-Populationen Zentraleuropas. Doch der Bestand ist stark gefährdet, so eine Mitteilung. Um die Lebensbedingungen der scheuen Tiere zu verbessern, haben der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und das städtische Forstamt Baden-Baden 2011 eine gemeinsame Aktion ins Leben gerufen, um durch Habitat-Pflegemaßnahmen den Lebensraum für das Auerwild zu verbessern.

Am vergangenen Freitag packten wieder rund 50 Helferinnen und Helfer im Höhengebiet des Stadtwaldes tatkräftig mit an. Unter ihnen waren - wie schon in den Vorjahren - viele Schüler des Gymnasiums Hohenbaden. Außerdem kam Hilfe von Profis. Einige Mitarbeiter des Sägewerks Keller, das seit diesem Jahr Fördermitglied des Naturparks ist, rückten mit Motorsägen an und trugen dazu bei, das Ziel zügig zu erreichen: Lichte Strukturen in sonst geschlossenen Waldbeständen zu schaffen, um die Heidelbeere als wichtige Nahrung für die Auerhühner gedeihen zu lassen.

Die Aktion fand im Rahmen von "Herzenssache Natur" statt - einer Veranstaltungsreihe des Naturparks, die ehrenamtlichen Helfern die Möglichkeit bietet, sich aktiv für Natur und Umwelt in der Region einzusetzen. "Es geht bei der Aktion um ganz konkrete Natur- und Artenschutzmaßnahmen", erklärte Naturpark-Projektmanager Matthias Mohaupt. Mittlerweile ist der Bestand an Auerhähnen im Schwarzwald auf 167 Exemplare zurückgegangen. Deshalb betreibt der Naturpark mit dem Naturpark Südschwarzwald und der forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) das vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt geförderte Projekt "Lücken für Küken". Damit sollen private und kommunale Waldbesitzer dafür gewonnen werden, in ihren Wäldern lichte Strukturen für den Auerhuhnnachwuchs zu schaffen.

Im Stadtwald von Baden-Baden hat die Habitatpflege schon Tradition. "Wir legen größten Wert darauf, die Naturräume in unserem Stadtgebiet zu schützen, besonders, wenn es um gefährdete Arten wie das Auerhuhn geht", sagte Alexander Uhlig, Erster Bürgermeister der Stadt, unter anderem zuständig für Wald und Grünflächen. "Wir sind froh, dass es hier noch Exemplare gibt, und wir hoffen, dass der Bestand wieder zunimmt." Der Charaktervogel des Schwarzwalds hat eine Flügelspannweite von rund 90 Zentimetern, der Hahn kann rund einen Meter groß und vier bis fünf Kilogramm schwer werden. "Zum Landen und Starten benötigt das Auerhuhn Platz zwischen den Bäumen. Außerdem wachsen Heidelbeeren, die bevorzugte Nahrung des Auerwilds, nur auf lichten, sonnigen Flächen. Diese Aktion sichert also einen wichtigen Teil seines Lebensraumes im Schwarzwald", erklärte Forstamtsleiter Thomas Hauck vor Ort. "Wir freuen uns, dass sich auch im neunten Jahr in Folge wieder zahlreiche Freiwillige eingefunden haben, um ein Zeichen für den Naturschutz zu setzen."

Noch zwei weitere "Herzenssache Natur"-Aktionen sind 2019 geplant: am Samstag, 19. Oktober, Ortenauer Landschaftspflegetag, Aktion in Kooperation mit dem Landschaftserhaltungverband (LEV) Ortenaukreis und der Gemeinde Ottenhöfen; am Dienstag, 22. Oktober, Trockenmauerpflege, Aktion in Kooperation mit dem Förderverein Engelsberg in Bühlertal. Nähere Informationen zu den Aktionen gibt es im Internet oder bei der Geschäftsstelle des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord unter (0 72 23) 9 57 71 50.

www.naturparkschwarzwald.de

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