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"Bei dem Unfall hatte ich einen Schutzengel"
'Bei dem Unfall hatte ich einen Schutzengel'
17.09.2019 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - "Ich freue mich, wieder hier zu sein", sagte Oberbürgermeisterin Margret Mergen, als sie gestern nach dem schweren Motorradunfall vom 21. August (wir berichteten) am Hochrhein nahe der Schweizer Grenze wieder zum Dienst im Rathaus erschien.

Dabei zeigte sich, dass sie trotz der harten Zeit für sie und ihren schwer verletzten Mann das Lächeln nicht verlernt hat. Und sie brachte auch jede Menge Dank für ihr Rathaus-Team mit, das sie als "ein Stück weit meine Familie" bezeichnete. Sie habe Sehnsucht nach den Kollegen verspürt, sagte Mergen in einer kleinen Pressekonferenz, nachdem zuvor eine längere Besprechung mit den Ressortleitern stattgefunden hatte.

Die Oberbürgermeisterin berichtete kurz über den schweren Unfall im August, als es auf dem Rückweg aus "einem schönen Urlaub" zur Karambolage mit einem Auto kam, dessen Fahrerin das Motorrad, auf dem sie mit ihrem Mann unterwegs war, übersehen hatte. Ihr Ehemann sei dabei schwer verletzt worden, die Ärzte würden noch um die Rettung des Beines kämpfen.

Es werde ein langer Prozess sein, bis "ich meinen Mann wieder hier habe", da müsse man Geduld aufbringen. Baden-Baden sei auf jeden Fall ein toller Standort für die dann nötigen Reha-Maßnahmen.

Sie selbst habe "einen Schutzengel gehabt", größere Verletzungen seien durch einen Motorradkoffer, der den Aufprall abfing, verhindert worden, erzählte die Rathaus-Chefin. So habe sie sich nur eine Prellung am Bein und einen gebrochenen Zeh zugezogen, "also nichts Schlimmes". Inzwischen sei sie körperlich weitgehend wieder hergestellt, "nur das Treppensteigen bereitet mir noch keine Freude und allzu viel herumlaufen sollte ich auch nicht".

So sei sie auch sehr froh, wieder zur Arbeit ins Rathaus zurückkehren zu können. Mergen verwies auf bevorstehende Aufgaben - unter anderem muss der neue Doppelhaushalt aufgestellt und verabschiedet werden -, die viel Kompetenz und Kraft erforderten. Sie werde allerdings auch künftig einmal pro Tag nach Freiburg fahren, um ihren Mann zu besuchen und ihm zur Seite zu stehen. Aber es bleibe bei ihr trotzdem noch genug Energie für die Arbeit. Allerdings müssten die beiden Bürgermeister einige Termine für sie übernehmen.

Margret Mergen bedankte sich gestern sichtlich gerührt bei "meiner Mannschaft" und bei der Bevölkerung. Das Verwaltungsteam habe während ihrer Abwesenheit einen tollen Zusammenhalt bewiesen. Gerne wäre sie selbst bei Veranstaltungen wie der Großen Woche oder dem New-Pop-Festival gewesen, aber das sei leider nicht möglich gewesen. Nachdrücklich dankte Mergen auch ganz allgemein den Baden-Badenern. Sie habe in den vergangenen Wochen viel Zuspruch erhalten durch Karten, Blumen, "Nervennahrung" und auch ganz einfach durch freundliche Worte und Genesungswünsche auf der Straße. Diese Unterstützung und Anteilnahme "haben sehr geholfen und mich begeistert."

Abschließend wurde bei der gestrigen Pressekonferenz deutlich, dass auch das Unfallgeschehen die Oberbürgermeisterin noch sehr beschäftigt: "29 Jahre sind wir unfallfrei mit dem Motorrad gefahren. Es war eine schöne Zeit." Die Unfallverursacherin habe sich entschuldigt und ihr und ihrem Mann die besten Genesungswünsche zukommen lassen.

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