www.spk-bbg.de/branchensieger
http://www.badisches-tagblatt.de/weihnachtsabo/index.html
Alter "Beamtenbaum" wird geschätzt
28.09.2019 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Ein auffälliger Senior ist der Trompetenbaum in der Lichtentaler Allee in der Nähe der Tennisplätze. Daher gehört er auch zur Gruppe der zehn bemerkenswertesten Bäume in den Baden-Badener Kur- und Parkanlagen.

Mit seinen großen Metallstützen ist dieser weit ausladende, schattenspendende Baum schon ein besonderer Blickfang. Dies zeigt aber auch, dass er inzwischen schon etwas menschliche Hilfe benötigt, schließlich hat er inzwischen ein Alter von rund 100 Jahren erreicht. Und damit gilt ein Trompetenbaum schon als betagt.

Diese Baumart stammt aus Nordamerika. Ihr botanischer Name Catalpa soll auf den Fluss Catawba zurückgehen, wo an der Grenze zwischen North und South Carolina auch ein gleichnamiger Indianerstamm lebte. Dessen Stammeszeichen ist der Trompetenbaum.

Diese Baumart wurde 1726 in den USA von einem Naturhistoriker entdeckt. Versteinerungen zeigen allerdings, dass Trompetenbäume schon vor mehr als 540 Millionen Jahren existierten. Schon bald nach seiner Entdeckung br achte man ihn nach Europa.

Interessant ist ein Blick auf die diversen Namen, die dieses Gewächs schon erhalten hat. Trompetenbaum leitet sich von der Ähnlichkeit mit der Trompetenblume ab, denn wie diese hat er große helle Blüten, die in ihrer Form an Trompeten erinnern. Da seine Blüten schließlich zu langen Früchten reifen, die wie grüne Bohnen am Baum hängen, nennt man ihn in den USA auch Indianischer Bohnenbaum. Die Kapselfrüchte bleiben ungeöffnet über den Winter bis ins folgende Frühjahr an den Ästen. Da sie sich aber schon im Herbst braun färben, heißt er auch Zigarrenbaum.

Und dann gibt es noch eine weitere, mehr ironisch gemeinte Bezeichnung. Sie geht auf die Beobachtung zurück, dass das Gehölz erst spät austreibt und schon beim ersten Herbstfrost seine noch grünen Blätter abwirft. Mit anderen Worten: Er kommt spät und geht früh. Ja, und das hat ihm auch von Spöttern den Namen "Beamtenbaum" eingebracht.

Der Trompetenbaum ist in einem gewissen Umfang giftig, daher sind alle Teile dieses Gewächses nicht zum Verzehr geeignet.

Der dafür verantwortliche Wirkstoff namens Catalpin vertreibt aber auch kleine, für den Menschen sehr lästige Zeitgenossen. Aus diesem Grund gilt der Baum als ein sehr wirksamer, natürlicher Mückenschutz.

Der Baden-Badener Baum-Senior in der Nähe der Tennisplätze erfreut sich großer Beliebtheit bei Spaziergängern, die den Sonnenschutz unter dem Baldachin seiner großen Blätter schätzen und gerne auf einer dort installierten Bank Platz nehmen. Dieser Trompetenbaum genießt die besondere Beobachtung und Pflege des Gartenamtes. Er ist noch immer recht vital, kann aber im Winter unter Frost leiden.

BeiträgeBeitrag schreiben 
Umfrage

Am 14. November findet der Weltdiabetestag statt. Viele Bundesbürger unterschätzen laut einer aktuellen Umfrage das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Beschäftigen Sie sich mit der Krankheit?

Ja.
Nein.


https://www.eyesandmore.de
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1