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Xero flitzt auf den ersten Platz
05.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Veruschka Rechel

Baden-Baden - Hört man Hunderennen, denkt man unwillkürlich an Windhundrennbahnen, Wetten und dergleichen. Doch beim Verband der Pudelfreunde Deutschland (VDP) ist das nicht so, auch nicht in der VDP-Ortsgruppe Baden-Baden. Im Gegensatz zu Ausstellungen oder Leistungsprüfungen kann hier jeder Hund zeigen, was in ihm steckt - ob groß oder klein, ob Rassehund oder Mischling.

Hier zählt nicht die Ahnentafel und auch keine Mitgliedschaft, sondern ausschließlich Spaß an der Teilnahme. Es ist ein mit den Jahren immer beliebter gewordenes Freizeitvergnügen unter Hundefreunden, bei dem die Geselligkeit im Vordergrund steht. Deshalb gibt es hier, im Gegensatz zu den traditionellen Windhundrennen, auch kein festgelegtes Reglement.

Entsprechend lustig und entspannt war die Stimmung auf dem VDP-Hundesportplatz in Oos. Da kläfften, jaulten und japsten 20 Hunde, die von Frauchen oder Herrchen zum Rennen gemeldet worden waren. "Wegen des unsicheren Wetters hatten wir nicht so viele Meldungen wie im vergangenen Jahr", sagte Bertold Peterburs, Präsident des VDP und Vorsitzender der Ortsgruppe Baden-Baden.

Stephanie Heitler aus Baden-Baden war mit ihrem dreieinhalbjährigen Australian Shepherd "Xero" zum ersten Mal dabei. "Ein Bekannter erzählte mir von dem Hunderennen, und ich dachte, das sei etwas für Xero", erzählte sie. Und ob das was für ihn war. Er flitzte nicht nur auf den ersten Platz, sondern wurde mit einer Zeit unter sechs Sekunden auch Tagessieger als schnellster Rüde. Neben einem großen Pokal, einer Urkunde und einem Bild durfte er noch einen großen Futtersack mit nach Hause nehmen. Wuff!

Bis zum Jahr 2000 sind noch alle Hunde in ihren Größenklassen zusammengerannt. "Doch dann hat es Ärger gegeben, weil ein Hund den anderen in den Hintern gezwickt und dieser dann angeblich dadurch nicht gewonnen hat", erzählte Peterburs. Da fackelte der Club nicht lange und schaffte für den Zieleinlauf eine Lichtschranke an, die die exakte Zeit direkt in den Computer überträgt. Seitdem muss bei jedem Rennen jeder Vierbeiner alleine laufen. Er wird am Start beim Hundetrainer abgegeben, der ihn zurückhält, bis der jeweilige Besitzer hinter der Ziellinie angekommen ist. Dann fällt die Startflagge - und Frauchen oder Herrchen rufen das "Komm"-Kommando und feuern ihn an, möglichst schnell zu laufen. Jeder teilnehmende Hund läuft zweimal, gewertet wird schließlich der schnellste Lauf.

"Das spornt die Hunde natürlich längst nicht so an, als wenn alle zusammen laufen. Aber um Ärger mit überehrgeizigen Hundebesitzern aus dem Weg zu gehen, bleibt uns nichts anderes übrig", betonte Peter burs. Denn jetzt lasse sich ganz genau die gelaufene Zeit bestimmen und keiner könne meckern, sein Hund sei ungerecht behandelt worden. Auch über die Grillspezialitäten sowie Kaffee und Kuchen, die für das leibliche Wohl der Zweibeiner sorgten, gab es nichts zu meckern.

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