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Ein "harter Geselle" mit großem Nutzen
08.10.2019 - 06:20 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Ein "Migrant" aus Asien beeindruckt in der Lichtentaler Allee durch enorme Widerstandskraft und hohen Nutzen. Daher gehört der Amur-Korkbaum zu den zehn außergewöhnlichsten "Baum-Gestalten" in den Baden-Badener Parkanlagen.

Der Amur-Korkbaum ist in den vergangenen Jahren immer mehr in den Blickpunkt gerückt, denn er zählt zu den sogenannten Klimawandel-Gehölzen. Man geht davon aus, dass er mit den in Zukunft erwarteten Klimaverhältnissen in unseren Breiten besonders gut klarkommt und deshalb möglicherweise auch für Anpflanzungen in Frage kommt.

Nun, diese Widerstandsfähigkeit wäre auch kein Wunder, denn seine Heimat liegt am Fluss Amur im Grenzgebiet zwischen Mongolei, China und Russland. Und dort sind Temperaturen zwischen 40 Grad im Sommer und minus 40 Grad im Winter möglich.

Gehölze müssen da Extreme gut aushalten können, und der Korkbaum ist da ein ganz "harter" Geselle. Ob Hitze, Trockenheit oder beißende Kälte - das kann ihn alles nicht beeindrucken. Auch Schädlinge - besonders Läuse und Pilze - machen einen großen Bogen um den Korkbaum.

Dieser ist von einer vielgestaltigen Nützlichkeit. Im wahrsten Sinne des Wortes können zum Beispiel Vögel ein Lied davon singen. Die Beerenfrüchte, die der Baum im Herbst herausbildet, gelten in Vogelkreisen als besondere Leckerbissen. Der süße Duft der Blüten zieht auch viele Insekten an - und hier ganz besonders die Bienen. Honig von diesen Bäumen ist besonders reichhaltig und würzig, er erfreut sich besonders in Asien und Russland großer Beliebtheit.

Aber der Mensch hat noch viel mehr vom Amur-Korkbaum. So wird er in manchen asiatischen und osteuropäischen Ländern forstlich intensiv angebaut wegen seines wertvollen Holzes für die Möbelherstellung und die Kunsttischlerei.

Und dann ist da noch die Rinde, die im Laufe der Zeit immer dicker wird und sich in einen mächtigen Korkmantel verwandelt. Da die Korkzellen ständig für Nachschub sorgen, kann man den Kork alle zehn Jahre "ernten". Dieses Material wird für alle gängigen Korkprodukte verwendet.

Aber nicht nur dies, denn der gemahlene Kork hat ebenso wie der Pflanzensaft auch eine medizinische Wirkung. So wird ein Extrakt des Korkbaums auch zur Behandlung und Bekämpfung verschiedener Krebsarten eingesetzt.

Auch der inzwischen schon etwa 100 Jahre alte Baden-Badener Korkbaum in der Lichtentaler Allee, dessen dicke, etwas weiche Korkummantelung deutlich zu spüren ist, wenn man leicht dagegen drückt, beeindruckt durch seine Robustheit. "Der wird nicht krank und braucht nur wenig Pflege", stellt Traugott Bräuninger vom städtischen Gartenamt fest.

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