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331 Hektar Fläche im Stadtkreis Baden-Baden mit PFC belastet
331 Hektar Fläche im Stadtkreis Baden-Baden mit PFC belastet
09.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Marvin Lauser

Baden-Baden - PFC - ein Thema, das die Region seit Jahren beschäftigt und es auch in Zukunft tun wird. Am Montag gaben Maximilian Lipp, Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit, Rudolf-Karl Teichmann, Fachgebiet Umwelt- und Arbeitsschutz, und Peter Riedinger von den Stadtwerken im Gemeinderat einen Überblick zum Stand in Sachen per- und polyfluorierte Chemikalien.

Die gute Nachricht: Das Baden-Badener Trinkwasser sei bedenkenlos genießbar. Ebenso sei das Baden im Strandbad Sandweier unbedenklich. CDU-Stadträtin Cornelia von Loga hatte sich nach der Wasserqualität der Badeseen erkundet. Teichmann erklärte, es bestehe laut Gesundheitsamt "keine Gefährdung". Das Oberflächengewässermonitoring im Landkreis sei abgeschlossen, berichtete Teichmann. Bei Lebensmitteluntersuchungen gab es keine Auffälligkeiten, Honigproben aus der Nähe von mit PFC belasteten Flächen seien zum Beispiel negativ ausgefallen, so der Fachgebietsleiter Umweltschutz.

Heinrich Liesen (FBB) sprach nach Betrachtung der Karten, auf denen die PFC-Belastung in der Region farblich hervorgehoben werden, "von einer Verunsicherung der Bevölkerung". Peter Riedinger stimmte Liesen zu, dass auf den grün eingezeichneten Flächen, auf denen der Geringfügigkeitsschwellenwert unterschritten werde, keine Gefährdung für das Grundwasser vorliege. Man könne es aber nicht anders darstellen, da selbst Werte "mit Hintergrundflimmern" nicht als "nicht belastet" bezeichnet werden dürfen.

Im Stadtkreis habe man bis Ende September 607 Hektar Flächen untersucht, auf denen ein Anfangsverdacht bestanden hat, davon waren 331 Hektar belastet, führte Teichmann aus. Aktuell werden auf weiteren 44 Hektar Proben durchgeführt, Ergebnisse soll es bis Jahresende geben. "Wir hoffen, dass damit dieses Jahr Schluss ist", so Teichmann. Ziel sei es, dieses Jahr alle bekannten Verdachtsflächen zu erkunden.

Land zahlt nur

einen Teil der Kosten

Laut Oberbürgermeisterin Margret Mergen sind "erhebliche finanzielle Mittel zur sukzessiven Bewältigung" der Problematik nötig. 1,18 Millionen Euro haben die Erkundungsmaßnahmen bisher gekostet, das Land hat 206 000 Euro rückerstattet, weitere 240 000 Euro sind laut der Präsentation von Montag noch zu erwarten.

CDU-Stadtrat Armin Schöpflin fragte: "Kann eine mit PFC kontaminierte Fläche bebaut werden?" Fachgebietsleiter Teichmann antwortete: "PFC-belastete Flächen können grundsätzlich bebaut werden, man sollte es aber im Einzelfall prüfen". Beate Böhlen von den Grünen wollte wissen, ob es Anfragen von Bauern mit belasteten Flächen gab, dort Solaranlagen zu errichten. Das wurde verneint.

Die Detailuntersuchungen im geplanten Gewerbegebiet "In der Hüfenau" nördlich des Segelflugplatzes und im Sandweierer Neubaugebiet "Iffzer Weg" (Ergebnis: "keine Sanierungserfordernis") seien nun abgeschlossen, verdeutlichte Teichmann. "In der Hüfenau" müsse man die obersten 40 Zentimeter Boden ausheben und anschließend in einem Wall oder Ähnlichem gesichert lagern oder auf einer Deponie entsorgen, so das Ergebnis der Sanierungsuntersuchung.

Die siebte Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema PFC findet am Dienstag, 26. November, um 18 oder 18.30 Uhr in der Rheintalhalle Sandweier statt. Sobald der genaue Termin feststeht, wird die Stadt dies publik machen, kündigte der Stadtpressesprecher Roland Seiter an.

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