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Gefahren durch reißende Fluten
17.10.2019 - 06:30 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Mit einem großen Maßnahmenkatalog will die Stadt ihre Bürger vor einem extremen, statistisch alle 100 Jahre vorkommenden Hochwasser schützen. Zur Realisierung des Konzepts wird ein Zeitraum von zehn Jahren angesetzt. Mit diesem Thema soll sich der Bauausschuss am heutigen Donnerstag beschäftigen.

Zur Umsetzung der Planung wurden insgesamt sechs Maßnahmenpakete geschnürt, die in unterschiedlichen Zeiträumen in Angriff genommen werden. Das erste Paket beinhaltet die bereits konkret im nächsten und übernächsten Jahr geplanten Arbeiten am Grobbach und Übelsbach. Vor allem geht es dabei um die Beseitigung einer Engstelle im Hochwasserfall durch eine Aufweitung des Grobbachs im Rahmen des Brückenneubaus am Forstamtsgelände. Am Übelsbach soll die Leistungsfähigkeit (Kapazität) des Wasserlaufs verbessert und ein Grobrechen eingebaut werden.

Paket 2 enthält die Maßnahmen vom Ooskanal bis zum Wörthböschelpark - vor allem in den Jahren 2023 und 2024. In diesem Bereich wird zum Beispiel das Gewerbegebiet durch den Bau von Ufermauern geschützt. Das dritte Paket mit der Erhöhung von Ufern und Ufermauern - vorgesehen für die Jahre 2024 und 2025 - beginnt in der Ooswinkelsiedlung und endet an der Einmündung des Grobbachs in die Oos. Hier gilt ein besonderes Augenmerk der Anlage des Klosters Lichtenthal.

Paket 4 verläuft am Grobbach bis zum Forstamtsgelände. Es beinhaltet auch vier Brücken, die bei einem hundertjährigen Hochwasser ein Abflusshindernis darstellen. Durch die flussnahe Bebauung sind hier auch etliche Schutzmaßnahmen für einzelne Gebäude nötig. Durch die Vielzahl der geplanten Arbeiten und aufgrund ihrer Komplexität werden in diesen Abschnitt drei Jahre (Mitte 2025 bis Mitte 2028) für die Durchführung angesetzt.

Das Maßnahmenpaket 5 erstreckt sich am Oosbach vom Brahmsplatz bis zur Fischkultur in Oberbeuern. Von Mitte 2028 bis Ende 2029 sind Ufermauererhöhungen und mobile Hochwasserschutzvorkehrungen geplant. Das letzte Paket (Nummer 6) sieht die Sanierung des Hochwasserrückhaltebeckens Benzenwinkel an der Schlossbergtangente vor.

Die Gesamtkosten werden mit Erfahrungswerten auf knapp 8,5 Millionen Euro geschätzt. Hierbei geht man allerdings von einer kräftigen Unterstützung durch das Land aus, dessen Förderung mit gut 5,3 Millionen Euro angesetzt wird. So dürfte der Kostenteil der Stadt bei durchschnittlich 300 000 Euro pro Jahr liegen.

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