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Ein Dankeschön aus tiefstem Herzen
28.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Cornelia Hecker-Stock

Baden-Baden - Die Premiere ist gelungen. Zum ersten Mal in der Geschichte hat die Stadt einen Ehrenamtsabend veranstaltet. Der Andrang in der Akademiebühne war riesig, und die Jury hatte keine leichte Aufgabe, aus der Vielzahl an Meldungen die Geehrten auszuwählen.



Bereits jetzt steht fest, dass dieser gemeinsame Festabend künftig in zweijährigem Rhythmus stattfinden soll. Schauspielerin Cornelia Bitsch, die als Moderatorin sehr informativ und eloquent durch den Abend führte, bezeichnete alle ehrenamtlich Tätigen als Gewinner des Abends. Das Motto der Veranstaltung war "Ehrenamt ist Herzenssache - Wir sagen Danke!".

Oberbürgermeisterin Margret Mergen war es sichtlich ein Anliegen, dieses Dankeschön aus tiefstem Herzen und mit großer Wertschätzung auszusprechen. Und zwar an jeden Einzelnen, der sich in der Stadt auf vielfältige Weise engagiert, Herz und Leidenschaft einbringt und einen Teil der kostbaren Freizeit zum Wohl der Gesellschaft investiert.

Mergen sprach die persönliche Bereicherung durch ein Ehrenamt an, das "Aufgabe, Sinn und Bestätigung in unser Leben bringt und uns wachsen lässt". Zudem schaffe es soziale Gemeinschaft in den über 500 Vereinen der Stadt, dazu kommen 180 weitere Organisationen und Initiativen sowie rund 200 Helfer, die sich für Geflüchtete engagieren.

Der Baden-Badener Ehrenamtsabend solle ein Zeichen des Dankes sein "für Ihren selbstlosen und wertvollen Einsatz, der häufig im Verborgenen stattfindet und von der Öffentlichkeit nur unzureichend wahrgenommen wird", so Mergen weiter.

Erstmals wurde ein Ehrenamtspreis für "Junges Engagement" vergeben. Justus Kindermann von der Bürgerstiftung hielt die Laudatio auf Preisträger Lars Ramthun. Er gründete 2004 den Verein JuBa mit dem Ziel, die hiesige Jugendkultur "zu revolutionieren und Jugendlichen eine Perspektive zu bieten". Der Name steht für junge Badener oder junge Bands, Jugendliche sollen einfach gerne hier leben, wozu unter anderem das JuBa-Festival beitragen soll. Ramthun ist zudem politisch und beim DRK aktiv und "hat diese Auszeichnung mehr als verdient".

Eine weitere Ehrungskategorie war "langjähriges Engagement" in Vereinen, Initiativen und Organisationen, seit 2011 wurde der Preis laut Margret Mergen bisher 17 Mal ausgelobt. Im Zug der Neukonzeption kam diesmal zu Gold (40 Jahre) und Silber (30 Jahre) noch Bronze (20 Jahre) hinzu, so konnte das Stadtoberhaupt 19 Preisträger ehren.

Bronze erhielten Barbara Hoffs (Mitbegründerin Deutsch-Israelische Gesellschaft), Karl Manfred Rennertz (Gesellschaft der Freunde junger Kunst), Sabine Schöck (Literarisches Café), Sandra Stahlberger (Handball), Beate Ziegler (Blasmusik). Silber ging an Thomas Fritz (FV Baden-Oos), Manfred Graf (Schwarzwaldverein-Ortsgruppe Yburg), Bernd Hefter (SCL Heel Baden-Baden), Thomas Schroedter (Sängerbund Sandweier), Konrad Velten (Historiker). Mit Gold wurden ausgezeichnet: Franz Bernhard (Musikverein Lichtental), Manfred Epple (BV Großer Dollen), Bernd Häussler (Feuerwehr), Bruno Link (BSG Beuern), Axel Möller (Tanzsportclub), Walter Mühlfeit (Sängerbund Sandweier), Karl Schwab (Historiker), Albert Warth (Selbsthilfe Menschen mit Behinderung), Horst Wiener (FC Lichtental).

Susanne Pfleiderer von der Bürgerstiftung übernahm die Laudatio für die ebenfalls neu geschaffene Kategorie "besonderes gemeinschaftliches Engagement". Dabei ging es nicht um langjährige Zugehörigkeit, sondern das Initiieren einzigartiger Projekte. Von der Flüchtlingshilfe wurden hier Robert Breitenbucher, Martha Fuß-Demarez, Andrea Sonder, Jacqueline Olesen und Christina Haß geehrt. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Birgitt Henn von der Sportstiftung Kurt Henn sowie Angelika Schindler, Ulla Hocker, Petra Mallwitz und Rita Hampp (Jüdische Erinnerungskultur, Arbeitskreis Stolpersteine, Baden-Baden liest und schreibt ein Buch).

Weitere Ehrungen gingen an Mirjam Keim von den "Grünen Damen und Herren" des Klinikum Mittelbadens sowie an Christian Riese, Vorsitzender des Musikvereins Lichtental, für die Kameradschaft beim 125-jährigen Jubiläum. Der von Musik des Violinisten Andrea Barla sowie Tänzerinnen von Edi's Dance umrahmte Festabend klang mit einem gemeinsamen Imbiss und guten Gesprächen aus.

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