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Neue Dorfmitte steht wieder auf der Kippe
Neue Dorfmitte steht wieder auf der Kippe
06.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Wie lange muss Haueneberstein noch auf die Umgestaltung seiner Dorfmitte warten? Wie am Montag in der Ortschaftsratssitzung bekannt wurde, soll das Projekt, auf das die Eberbachgemeinde schon seit 2010 hofft, wie schon vor zwei Jahren erneut auf die lange Bank geschoben werden.

Hintergrund

Es muss gespart werden. Das hatte Oberbürgermeisterin Margret Mergen im Oktober im Gemeinderat deutlich gemacht, als sie den Entwurf für den Doppelhaushalt für 2020 und 2021 vorlegte. Und sie kündigte an, dass auch dieser Entwurf noch einmal nachgebessert werden sollte. Das knapp 1 000 Seiten starke Werk sah nämlich eine Kreditaufnahme von 40 Millionen Euro vor. Das halte sie für zu hoch, hatte die OB erklärt. Deshalb wurde den Stadträten kürzlich eine Liste mit weiteren Einsparungen vorgelegt.

In Haueneberstein sollen im Zuge dessen zwei Projekte auf die lange Bank geschoben werden. Eines davon: der Neuanstrich des Bachgeländers am Eberbach. Die Ankündigung von Ortsvorsteher Hans-Dieter Boos, dass in den kommenden beiden Jahren dafür kein Geld da ist, sorgte am Montag für lange Gesichter im Ortschaftsrat. Als dann aber auch noch bekannt wurde, dass die Sanierung der Dorfmitte ebenfalls aus dem Haushaltsentwurf gestrichen und ins Investitionsprogramm für die Zeit nach 2021 aufgenommen werden soll, wurde der Protest auch geäußert. Das Gleiche war nämlich bereits 2017 geschehen. Auch damals war das Projekt "Dorfmitte Haueneberstein" unter anderem aus Kostengründen von der OB aus dem Etat gestrichen und auf das Jahr 2020 verschoben worden. Nun droht der Eberbachgemeinde wieder das gleiche Spiel. Das sorgt für Verdruss.

Es gehe nicht, dass die OB das Projekt einfach aus dem Haushalt schmeiße. So funktioniere das nicht, sagte Sabine Iding-Dihlmann (Grüne) und versprach, dass sich ihre Fraktion bei den Haushaltsberatungen dafür einsetzen werde, dass das Projekt wie geplant umgesetzt wird. Dirk Franzen (Freie Wähler) regte an, lieber den zweiten Bauabschnitt der Sanierung der Karlsruher Straße, mit dem 2020 begonnen werden soll, zu verschieben und stattdessen mit der Sanierung der Dorfmitte zu beginnen. Nur Reinhilde Kailbach-Siegle (CDU) äußerte auch Verständnis für das Vorgehen der Verwaltung. Die Umgestaltung der Dorfmitte sei zwar wichtig. Die Bedürfnisse in der Stadt seien aber größer als die vorhandenen Mittel, sagte sie.

Die Sanierung der Karlsruher Straße, der Hauptdurchgangsstraße von Haueneberstein, ist in mehreren Abschnitten geplant. Der erste Bauabschnitt, der wegen der Umleitungsregelung für eine Menge Verdruss im Herrenpfädel sorgte (wir berichteten), wird am kommenden Freitag abgeschlossen. Aber auch für den zweiten Abschnitt werde wohl wieder eine Vollsperrung und eine Umleitung über Nebenstraßen nötig sein, hieß es aus dem Ortschaftsrat. Deshalb hält beispielsweise Dirk Franzen es für sinnvoll, zuerst die Dorfmitte zu sanieren.

Die Umgestaltung der Dorfmitte ist seit 2010 in der Planung. Das Projekt kostet inklusive der Umgestaltung der Alten Dorfstraße, wie bereits berichtet, insgesamt mindestens zwei Millionen Euro. Im Zuge des Umbaus sollen der Dorfplatz und die Fläche hinter dem Rathaus neu gestaltet werden. Das Projekt ist nicht unwichtig für die Fortentwicklung von Haueneberstein, denn ohne diese Umgestaltung wird es im Ort kein Durchfahrtsverbot für Lastwagen oder eine Tempo-30-Regelung in der Karlsruher Straße geben. Das hatte das Regierungspräsidium in Karlsruhe immer wieder klargemacht.

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