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Weit mehr als nur ein neuer Anstrich nötig
Weit mehr als nur ein neuer Anstrich nötig
06.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Nina Ernst

Baden-Baden - Nichts ist es mit kleinen Verbesserungen an den Natursteinfugen und lediglich Malerarbeiten: An der Stourdza-Kapelle muss nun wesentlich mehr saniert werden als gedacht. Veranschlagt waren im Haushalt rund 35 000 Euro - nun wird mit etwa zwölf Mal so viel gerechnet: 430 000 Euro. Über die überplanmäßigen Ausgaben beraten demnächst Bau- und Hauptausschuss.

Im Bauausschuss steht das Thema am Donnerstag, 14. November, auf der Tagesordnung. In den Sitzungsunterlagen ist von festgestellten "weitreichenden Schäden an der Metalldacheindeckung und in der Folge auch an der Holzdachkonstruktion" die Rede, die im Zuge der geplanten Sanierungsarbeiten aufgetreten sind. Eigentlich sollten nur der Farbanstrich an den Metalldacheindeckungen erneuert und kleinere Restaurierungsarbeiten an den Natursteinfugen durchgeführt werden. Nun müssen laut Stadtverwaltung aber komplette Dachbereiche erneuert werden.

Daran wird bereits gearbeitet: Um weitere Schäden an der "besonders wertvollen historischen Substanz der denkmalgeschützten Kapelle abzuwenden", wird die gesamte polygonale (vieleckige) Dachfläche oberhalb der Hauptkuppel neu aufgebaut. "Extrem aufwendig und kostenintensiv" seien die Arbeiten aufgrund der benötigten handwerklichen Restaurationstechnik und dadurch, dass vor der Sanierung ein Wetterschutzdach errichtet werden musste, um den Innenbereich vor weiteren negativen Witterungseinflüssen zu bewahren. Ende November soll die Sanierung der Dachfläche abgeschlossen sein.

Mit einer kompletten Fertigstellung des städtischen Gebäudes wird aber erst im Frühjahr 2020 gerechnet. Denn durch Wassereintritt an der sogenannten Laterne, also der Kuppelspitze des Turms, muss "mit großer Wahrscheinlichkeit" auch dort eine komplette Sanierung der Dachfläche erfolgen, und dafür auch dort ein "kompliziertes Wetterschutzdach" aufgebaut werden. Zudem müssen laut Unterlagen Wasserflecken im Kuppelinneren am Gipsputz restauriert und die historischen Metallfenster überarbeitet werden.

Die Schätzung von 430 000 Euro sei nur "grob". Erst während der praktischen Arbeiten sei es nämlich beispielsweise möglich, die Schäden an der Kuppel und dementsprechend die erforderlichen Maßnahmen detailliert zu beurteilen. Auch die exakten Zuschüsse durch die Denkmalförderung seien noch nicht bekannt. Möglich sei eine Summe zwischen 100 000 und 150 000 Euro. Eine Beurteilung durch Regierungspräsidium und Landesdenkmalamt, was genau und in welcher Höhe förderwürdig ist, folge nach Abschluss der Arbeiten.

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