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Beim GVD soll sich einiges ändern
Beim GVD soll sich einiges ändern
09.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Die Leitung des Fachgebiets Straßenverkehr gehört in der Stadtverwaltung zu den besonders öffentlichkeitswirksamen Tätigkeiten. Sie ist auch mit regen, zuweilen recht emotionalen Bürgerkontakten verbunden. Diese Aufgabe hat in Baden-Baden jetzt eine junge Frau übernommen: Die 29-jährige Johanna Schönauer wurde gestern offiziell vorgestellt.

Zu ihrem großen Verantwortungsbereich gehören neben der Verkehrsregelung und -überwachung inklusive des Gemeindlichen Vollzugsdiensts (GVD) auch die Kfz-Zulassung und die Fahrerlaubnisbehörde (Führerscheinstelle). Zuvor war dieses Fachgebiet etliche Jahre von Manfred Schmalzbauer geleitet worden. Nach seinem Ausscheiden hatte sich eine dreimonatige Vakanz ergeben, doch Bürgermeister Roland Kaiser und Maximilian Lipp, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Sicherheit, zeigten sich gestern überzeugt, dass man in dieser Zeit alle anstehenden Aufgaben - besonders die Verkehrsabwicklung beim New-Pop-Festival - gut erledigt habe.

Die neue oberste Verkehrshüterin Baden-Badens ist eine gebürtige Heidelbergerin, die zuletzt mehrere Jahre als stellvertretende Sachgebietsleiterin bei der Stadt Karlsruhe für den dortigen GVD und die Verkehrsüberwachung zuständig war. Johanna Schönauer ist inzwischen ganz in die Nähe von Baden-Baden gezogen und freut sich nach eigener Aussage auf die "vielen neuen Projekte", mit denen sie nun in der Kurstadt zu tun hat.

Besonders im Blickpunkt, darauf wies Fachbereichsleiter Lipp hin, steht dabei die Umstrukturierung des Gemeindevollzugsdiensts. Wie berichtet, gibt es zurzeit einen Rechtsstreit zwischen der Stadt und den meisten GVD-Beschäftigten, der sich um die Bezahlung und tarifliche Eingruppierung dreht.

Daher wird nun an neuen Stellenbeschreibungen gearbeitet, doch die Neuorganisation soll noch weiter gehen. Um gerade Problembereiche wie den Leopolds- und den Augustaplatz besser überwachen zu können, will man eine Dienstplanstruktur entwickeln, die von Aufgabenbausteinen gekennzeichnet ist. Damit soll erreicht werden, dass in einzelnen Stadtgebieten personell die reine Verkehrsüberwachung (Falschparker) von der Feststellung von allgemeinen Ordnungswidrigkeiten (zum Beispiel Müllvergehen, Probleme mit Bettlern) getrennt wird.

Weiter ist eine Digitalisierung der Arbeit des GVD geplant, was sich nicht nur auf die "Knöllchen-Software" beschränken, sondern auch eine umfassende Dokumentation der Einsätze ermöglichen soll. Auf Nachfrage betonten Kaiser und Lipp, dass die laufenden gerichtlichen Auseinandersetzungen mit den GVD-Mitarbeitern keine negativen Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft des Teams hätten. "Die Leute machen ihre Arbeit", sagte der Bürgermeister.

Angesichts vieler Erwartungen an den Vollzugsdienst, auf den während des Christkindelsmarktes wohl wieder Sondereinsätze bei der Ableitung des Verkehrsrückstaus in der Kaiserallee zukommen, verwies Kaiser gestern darauf, dass der GVD eigentlich nur das Ende einer langen Kette sei und die Verkehrslenkung nicht zu seinen Aufgaben gehöre. Man hoffe, dass sich durch das neue Parkleitsystem die Verkehrsprobleme während des Marktes reduzieren lassen. Allerdings könne man auch nichts machen, wenn Autofahrer den Hinweis auf 0 freie Parkplätze in einzelnen Garagen einfach ignorieren.

In diesem Jahr will man die Autofahrer mit einer Aktion vor Beginn des Christkindelsmarktes mit Verwarnungskarten und auch Belohnungen dafür sensibilisieren, dass Falschparken konsequent geahndet werden soll.

Für Johanna Schönauer gibt es aber ganz aktuell noch andere Themen, mit denen sie sich jetzt beschäftigen muss: Gegen Ende dieses Monats sollen drei Motorrad-Lärmdisplays in der Stadt installiert werden, und die Bambi-Verleihung am 21. November erfordert aufgrund des hohen Promi-Aufkommens erheblichen Aufwand hinsichtlich der Verkehrsführung.

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