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Tobefläche für Hobby-Yakaris
09.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Franz Vollmer

Baden-Baden - Ein kleiner "grüner Hügel" könnte in Bälde die Attraktion in der westlichen Kurstadt werden, zumindest aus naherholungstechnischer Sicht. Wobei der kleine Buckel im nördlichen Teil des Wörthböschelparks dann nicht nach Bayreuth und großer Oper klingt, sondern eher nach kleinen Wildfängen und Tobereien. Das ist zumindest der Plan, den die anvisierten Großmaßnahmen zur Aufwertung des Parks vorsehen, über die der Bauausschuss kommenden Donnerstag entscheidet.

Neben dem neuen Themenkinderspielplatz soll die Attraktivität und Nutzbarkeit der gutbesuchten Grünfläche durch weitere Spiel- und Fitnessangebote erhöht werden - und das für alle Altersklassen. "Wir wollen ein Angebot schaffen, von dem letztlich jeder etwas hat", umreißt Gartenamtsleiter Markus Brunsing die generationsübergreifende Konzeption, die zusammen mit der Gesellschaft für Stadtentwicklung (GSE) - sie tritt als Sanierungsträger im Rahmen des erweiterten Sanierungsgebiets "Oos" auf - verfolgt wurde.

Auf dem fünf Hektar großen Gelände - es wurde im Rahmen der Landesgartenschau 1981 "relativ zügig" angelegt - fehlt es bis dato an Angeboten zum Spielen und Sporttreiben. Dabei steckt laut Brunsing "durchaus Potenzial drin." Potenzial, um ein zentraler Park beziehungsweise "ein grünes Zentrum im Herzen der Stadt" zu werden. "Wir hatten schon seit den ersten Ideen 2011 immer im Visier, einen benutzbaren Bürgerpark zu gestalten", so Brunsing. Wobei dieser nicht nur Anlaufstelle für Oos, Cité und Weststadt, sondern dank guter Busanbindung auch für andere Stadtteile wäre.

Für das Gesamtpaket (es ist Teil der strategischen Entwicklungsplanung 2020) sind insgesamt 1 292 000 Euro angesetzt. Der Förderungsanteil durch das Land liegt bei 60 Prozent (775 000 Euro). Und eine Deadline steht auch schon. "Der offizielle Bewilligungszeitraum läuft im April 2022 aus. Bis dahin sollte alles stehen", hofft Sven Menzel von der GSE.

Angefangen beim neuen Themenkinderspielplatz rund um besagten "grünen Hügel", den man passend zur Stadtteillage den Charakter "Wilder Westen" verpassen will. Indianerdorf, Wipp-Ponys, Marterpfähle und Kletter-Tipis sollen die Phantasie der kleinen Möchtegern-Winnetous und -Yakaris animieren, derweil die Eltern zum entspannten Picknick ansetzen. "Wir wollen allerdings kein Cowboy-Indianer-Konfliktpotenzial", betont Brunsing augenzwinkernd, "uns geht es um sinnliche, ganzheitliche Erfahrung": Ranpirschen, klettern, spähen, balancieren, gerne auch im wilden, von Kanus, Steinblöcken und Stämmen gesäumten Trockenbach. Gestalterisch ist das Ganze maßgeblich das Werk von Bernd Angstenberger, "Kreativkopf" im Gartenamt, mit der Umsetzung ist das Büro Elke Ukas (Karlsruhe) betraut, das schon für die Oos-Lagune verantwortlich war.

Zweites Schwerpunktthema ist der östliche Bereich des Parks, wo die sportive Generation zum Zug kommt. Entlang eines aus Rindenmulch bestehenden Fußpfades, der zugleich eine neue Nord-Süd-Verbindung schafft, ist ein Fitnesspark für Erwachsene mit entsprechenden Stationen vorgesehen. Östlich davon hat das Angebot eher jugendlichen Zuschnitt. Auf Anregung der Jugendinitiative, mit der man sich laut Brunsing im Juli vor Ort getroffen hatte, sollen dort eine Streetballanlage und Chillout-Areas mit Grillplatz für eine lässige Atmosphäre sorgen. Der mittig platzierte Bolzplatz wird auf die künftige Spielwiese in den nordöstlichen Bereich verlegt, ergänzt um den kleinen Mountainbike-Rundkurs (Pumptrack).

Auch pflanzentechnisch soll der "Wilde Westen" mit Baumarten des Indian Summer (Amber, Tupelo) aufgefangen werden, ergänzt um einen Kirschblütenhain mit Frühjahrsblüh ern bei den Kleingärten.

Schwerpunkt Nummer drei, besser gesagt Problemzone ist das Entree in den Park. Während an der Ooser Festhalle mit der Umgestaltung des Festplatzes (bis Mai 2020) und dem neuen Fußgängersteg bereits ein passabler Zugang besteht, ist die Passage unterm Tausendfüßler unweit der geplanten Seniorenresidenz noch wenig einladend.

"Diese Stelle hat es besonders nötig", weiß Brunsing. Der Bretterzaun entlang der Oos soll weg, der Fußweg künftig rechts der Stützpfeiler (flussfern) entlangführen und auch die Uferpartie einladender gestaltet werden. Dies steht in größerem Zusammenhang mit dem "Grünen Band" an der Oos. Im Interesse der verbesserten Grünvernetzung soll ein flussbegleitender Uferweg die angrenzenden Wohngebiete im Bereich Sägemühle, Wörthstraße bis Hubertusstraße beziehungsweise Kühunterdeichwehr mit dem Park verbinden. Der "grüne Hügel" soll ja erobert werden.

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