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Peterchens nächste Weihnachtsmission
Peterchens nächste Weihnachtsmission
20.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Conny Hecker-Stock

Baden-Baden - "Peterchens Mondfahrt" - so heißt das Weihnachtsmärchen am Theater. Wem das jetzt bekannt vorkommt, der hat recht: Bereits 2014 wurde die beliebte Kindergeschichte von Gerdt von Bassewitz in der Bearbeitung des Baden-Badeners Philipp Löhle gezeigt. Fünf Jahre später ist das Stück wieder Weihnachtsmärchen - und die Zeichen stehen gut, dass das junge Publikum, das aus ganz Mittelbaden ins Theater strömt, erneut begeistert wird.

Das Märchen kam in der charmanten und vor allem sehr gewitzten Bearbeitung Löhles 2014 sehr gut an. Seine Inszenierung feierte hier große Erfolge. Löhle inszeniert gerade in Coburg das Weihnachtsmärchen am Theater. Doch Anna Köpnick, Leiterin der Wiederaufnahme, die am hiesigen Theater bereits vier Jahre lang als Regieassistentin arbeitete, möchte Löhles Inszenierung im Wesentlichen belassen. Sie erinnerte daran, dass "Peterchens Mondfahrt" in Baden-Baden schon vielfach in Szene gesetzt wurde, erstmals in den 30er Jahren und dann kurz nach Kriegsende. Auch Löhle hat das Stück als Kind im Theater am Goetheplatz gesehen. Seine entwickelten Dialoge sind spritzig und frech, überhaupt macht die pfiffige Inszenierung Eltern genauso viel Spaß wie ihren Sprösslingen, verspricht Köpnick.

Alle Rollen sind wie 2014 besetzt - bis auf die beiden Kinder Peterchen, gespielt von Nils Daub, und Anneliese, die Seraina Leuenberger verkörpert. Beide sind junge Schauspieler und neu im Team. Max Ruhbaum schlüpft in dem Kinderstück von einer Rolle in die nächste. Er ist der Mondmann, der das Beinchen von Maikäfer Sumsemann (als Gast Rainer Haring) partout nicht herausrücken will, der Weihnachtsmann, der kauzige Nachtvetter, das pflichtbewusste Sandmännchen, das auf der Sternenwiese mit den Sternchen den Himmel sauber fegt, und der Vater der Kinder.

Constanze Weinig spielt die Mutter von Peter und Lisa. Sie geht zusätzlich als Kanonier durch und schlüpft in die Rolle der Nachtfee, die auf ihr Schloss zum Fest der Naturgewalten geladen hat. Und was da nicht alles für muntere Gestalten erscheinen, zehn an der Zahl: die Sonne, der Donnermann, die Blitzhexe, der Regenfritz, die Windliese oder der Eismax. Wenn der brave Sandmann die beiden Kinder und Herrn Sumsemann zum Mond hinaufschießt, um dessen Beinchen zu retten, hat das was von einem modernen Road-Movie, so Ruhbaum. Rein bühnentechnisch werde alles aufgefahren, was möglich sei, um die Inszenierung spannend zu gestalten, ergänzte Köpnick.

Gruselige Mondmaske etwas abgemildert

Theaterpädagogin Isabell Dachsteiner empfiehlt das Märchen für Kinder ab viereinhalb bis fünf Jahren, nachdem die gruselige Maske des Mondmannes eigens etwas abgemildert wurde. Ein Gespür für Gut und Böse zu entwickeln, auch auf die kleinsten Lebewesen gut Acht zu geben, das ist so in etwa die Botschaft des Stückes.

Zwei Auftritte am Vormittag, jeweils an fünf Tagen in Folge, das ist schon eine Herausforderung für die Bühnenkünstler. Der sahen sich die rund 300 teilnehmenden Kinder ebenfalls ausgesetzt beim Malwettbewerb zum Thema "Peterchens Mondfahrt". Die 20 besten Bilder werden im Theaterfoyer ausgestellt.

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