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Bei aller Dynamik den Charakter bewahrt
Bei aller Dynamik den Charakter bewahrt
13.01.2020 - 00:00 Uhr
Von Klaus Pittner

Baden-Baden - Bemerkenswert regen Besucherzuspruch fand am Freitagabend im katholischen Gemeindehaus St. Dionys der im Stadtteil Oos seit 2014 gepflegte Neujahrsempfang der Interessengemeinschaft Ooser Vereine (IGOV).

Mit einem "Prosit Neujahr" eröffnete der St.-Dionys-Pfarrgemeinderatsvorsitzende Harald Schück den auch von der evangelischen Friedensgemeinde unterstützten Neujahrsauftakt der Ooser Vereine. Nach dem Verweis auf die im ausliegenden IGOV-Kalender 2020 einsehbaren Vereinstermine blickte der stellvertretende IGOV-Vorsitzende Willi Drapp auf die Aktivitäten 2019 zurück.

Diese umfassten die Blumenschmuckaktion an den Ooser Brücken im Mai und als besondere Herausforderung die Mitwirkung beim Cité-Fest im September. Weiterhin wurde an die Kranzniederlegung auf dem Ooser Friedhof am Volkstrauertag und die Aufstellung des von der IGOV gespendeten Weihnachtsbaums am Kolpingplatz erinnert. Für Letzteres wünschte er sich eine künftige Beibehaltung, während die dem Empfang beiwohnende Oberbürgermeisterin Margret Mergen in ihrem späteren Grußwort die Beleuchtungsübernahme seitens der Stadt zusicherte.

"Die Geduld hat sich gelohnt", sagte Drapp bezüglich der vor zehn Jahren noch unvorstellbaren, inzwischen jedoch baulich "mächtig vorangeschrittenen" Sanierung von Oos. Entsprechend erwartungsvoll blicke man jetzt insbesondere auf die Festhalle mit Anbau und dem schon in Fertigstellung befindli chen Festhallenumfeld. Daneben verwies er auf die in diesem Jahr anstehenden Ooser Vereinsjubiläen: 100 Jahre Musikverein Harmonie und 88 Jahre Ooser Carneval-Verein. Mit den Worten "Oos ist auf dem richtigen Weg", wünschte er ein glückliches neues Jahr mit einem weiterhin wachsenden Gemeinschaftssinn.

Letzteren attestierte die Oberbürgermeisterin dem dynamischen Stadtteil, der diesen auch im Sinne eines dörflichen Charakters zu bewahren verstehe. Für Erheiterung sorgte sie mit ihrer Anmerkung, dass der Altersdurchschnitt der anwesenden Ooser von "viel Lebenserfahrung" zeuge, womit sie allerdings nicht zu Unrecht auf den allgemeingültigen Wunsch nach mehr jüngerem Zuwachs in den Vereinen abhob. Die Mitgliederwerbung beim Cité-Fest sei insofern schon "sehr toll" gewesen, ergänzte sie.

Detailliert blickte das Stadtoberhaupt auf die insgesamt umgesetzten Sanierungsabschnitte bis zur jüngst fertiggestellten Ooser Hauptstraße zurück, in der ihr der neugestaltete Kolpingplatz besonders gut gefalle. Noch in diesem Jahr werde das Festhallenumfeld fertig, während die Sanierung der Festhalle selbst noch etwas mehr Zeit beanspruche. Als nächste Maßnahmen nannte sie den Spielplatz im Wörth und die Radweg-Weiterführung von der Blutbrücke zum Bahnhof sowie die Bebauung des Gärtnerei-Lauerhaß-Areals. Der Babo-Kreisel solle 2021 in Angriff genommen werden - und abschließend die Sinzheimer Straße. "Das Babo-Hochhaus tut allerdings weh", sagte sie angesichts des offensichtlich "unschlüssigen Eigentümers" und dessen Hotelpläne. Werbung machte sie abschließend noch für eine mögliche Geltendmachung von Sanierungsmitteln seitens privater Hauseigentümer.

Ein weiteres bauliches Projekt, sprich den aktuellen Neubau des Gemeindehauses, thematisierte inklusive vereinzelt aufgetretener Erschwernisse der erst kürzlich als Pfarrer der evangelischen Friedensgemeinde eingeführte Arno Knebel (wir berichteten) in seinem Grußwort. Insgesamt äußerte er sich aber froh über das Vorankommen und nannte als persönlichen Einweihungs-Wunschtermin das Erntedankfest. Und entsprechend könne er sich dann auch gut den nächstens Neujahrsempfang in diesen neuen Räumlichkeiten vorstellen, sagte er unter vorfreudigem Applaus der Gäste.

IGOV-Schatzmeisterin Elisabeth Friedmann zollte in Reimform noch einen besonderen Dank an Harald Schück für dessen laufende digitalen Wocheninfos über das Ooser Stadtteilgeschehen, bevor sich abschließend die IGOV-Vertreter gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin sowie den Schornsteinfegermeistern Oliver und Nico Seifert als Glücksbringer dem Anschnitt der Neujahrsbrezel zuwendeten.

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