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"Der Zustand gefällt uns allen nicht"
'Der Zustand gefällt uns allen nicht'
15.01.2020 - 00:00 Uhr
Von Christina Nickweiler

Baden-Baden - Was wird aus dem ehemaligen Festplatz im Kolbenacker in Steinbach? Über diese Frage diskutierten die Mitglieder des Ortschaftsrates bei ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr am Montagabend.





Die überdachte Festhalle im Kolbenacker war von 1977 an rund 20 Jahre der Platz, auf dem Feste abgehalten wurden. Allerdings verloren die Feste durch die Lage an der Peripherie des Ortes zunehmend an Attraktivität und somit auch der Kolbenacker als Festplatz. Bis 2017 der neue Festplatz direkt bei der Schule installiert wurde, war die offene Halle im Kolbenacker immer wieder Ziel von Vandalismus.

Seit rund zwei Jahren ist dort in der Nähe des Ortseingangsschildes ein großer Geröllhaufen deponiert. Der Bauschutt stammt von den Bauarbeiten des Kindergartens Regenbogen. Ortschaftsrat Klaus Bloedt-Werner (CDU) wollte wissen, was denn die Stadt künftig mit dem Kolbenacker plane. "Der Zustand gefällt uns allen nicht", antwortete Ortsvorsteher Ulrich Hildner. Der Bauschutt sollte zunächst nur interimsweise dort gelagert werden, "aber das Geröll liegt immer noch da und harrt einer Entsorgung", meinte er.

Im weiteren Verlauf der Diskussion fragte Ortschaftsrätin Elke Herzog (CDU), ob es denn Kaufinteressenten für das städtische Areal Kolbenacker gebe und erfuhr, dass tatsächlich ein landwirtschaftlicher Unternehmer aus dem Rebland Interesse habe, das Areal von der Stadt zu kaufen. "Die Stadt ist immer bereit zu helfen und Gespräche zu führen", ergänzte Hildner.

Im Gespräch mit dem BT bestätigte der Landwirt und Winzer, dass er schon seit Jahren ein starkes Interesse habe, den Platz samt Halle zu kaufen. Aber die Stadt habe immer wieder einen Rückzieher gemacht, bedauerte er. Das Dach der Halle müsste zwar erneuert werden, aber die Halle wäre ideal für seine großen landwirtschaftlichen Geräte. Darüber hinaus würde er die Halle verkleiden lassen und die angrenzende Grünfläche - dort wo derzeit der Geröllhaufen deponiert ist - würde er nachhaltig mitnutzen, erläuterte der Steinbacher Jungwinzer weiter.

In diesem Zusammenhang regte Ortschaftsrätin Jennifer Lehoux-Wäldele (Grüne) ein Bekenntnis des Ortschaftsrates für die hiesigen Winzer und Landwirte an. Sie bezog sich auf die Hommage der Oberbürgermeisterin an die "wunderschöne Natur im Rebland" beim Neujahrsempfang und sagte: "Es muss auch gefragt werden, wie man die Winzer und Landwirte konkret unterstützt. Denn sie sind es, die die schöne Landschaft pflegen." Sie wünsche sich, dass es einen politischen Willen seitens der Stadt gebe, um die Winzer zu unterstützen. "Es ist ein hartes Geschäft", schloss Lehoux-Wäldele ihr Plädoyer. "Wir werden nichts unterstützen, was die Landwirtschaft schädigt", bekam sie Rückendeckung von Klaus Bloedt-Werner (CDU). "Der Niedergang des Weinbaus macht jeden von uns betroffen. Wir müssen einige Dinge ändern", sekundierte ebenso Harry Hasel (Freie Wähler).

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