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Nur wer zahlt, hat d ie Qual der Wahl
15.01.2020 - 00:00 Uhr
Baden-Baden - Eines ist sicher: Wer auf den Park-and-Ride-Parkplätzen in Oos-West oder Oos-Süd einen Stellplatz sucht, wird auf jeden Fall fündig. Ja, er hat sogar die Qual der Wahl ob der vielen leeren Flächen. Ein Grund zur Freude - wo gibt's das schon noch? Doch der Aufsichtsrat der Parkgaragengesellschaft (PGG) hatte sich das ganz bestimmt anders vorgestellt, als er sich dazu entschloss, die kostenlosen (und einst sehr gut ausgelasteten) P+R-Parkplätze mit Gebühren zu belegen. Aber auch im vierten Monat der umstrittenen Neuregelung will sich der Erfolg nicht so recht einstellen.

Zahlreiche Bahn- und KVV-Pendler suchen sich morgens lieber weiterhin kostenfreie Stellplätze an den Straßenrändern drumherum, statt sich für 200 Euro eine Jahresdauerparkkarte zu gönnen. Wer hätt's gedacht? Und vor allem: Wer will's ihnen verübeln? Darauf angesprochen, schaute am Montag auch Baubürgermeister Alexander Uhlig bei der Einweihung einer neuen Fotovoltaikanlage etwas betreten vom Dach einer Halle in der Flugstraße auf die Situation. Und die Live-Auskunft der Stadtwerke über die jeweils noch zur Verfügung stehenden Parkplätze liefert Zahlen: Rund die Hälfte der 481 Stellplätze bleibt in den Vormittagsstunden ungenutzt. Das kann wohl kaum im Sinne der Erfinder sein. 170 Jahreskarteninhaber gab es nach Auskunft von PGG-Betriebsleiter Stefan Güldner Mitte November. Aber wohl nur wenige Pendler haben sich eine PGG-Karte unter den Christbaum legen lassen. "Mit Beginn des neuen Jahres sind 174 Jahreskarten in Umlauf", sagte Roland Seiter, Pressesprecher der Stadt Baden-Baden, gestern auf Nachfrage. "Hinzu kommen zwölf Parker mit einer Monatskarte." Salomonisch seine Einschätzung: "Die Parkplätze sind noch nicht ausgelastet."

Dafür aber nun mit neuen digitalen Anzeigern ausgestattet, die in den kommenden Tagen den Betrieb aufnehmen sollen.

Im März wird das Gebührensystem ein halbes Jahr in Kraft sein, dann wäre es für den PGG-Aufsichtsrat an der Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen und nachzusteuern. Nicht über Parkverbotszonen im Umfeld (Wer sollte nur an so etwas denken?) - sondern über Vergünstigungen zum Beispiel für Berufspendler. Dann würde sich der eine oder andere vielleicht auch über eine PGG-Karte vom Osterhasen freuen. Nico Fricke

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Von Matthias am Mittwoch, 15.01.2020 um 07:51 Uhr
Nur wer zahlt, hat d ie Qual der Wahl
Da hapert es doch schon am Ansatz. Die Leute sollen Fahrgemeinschaften Bilden oder noch besser ... auf Bus oder Bahn umsteigen und dann werden Parkplätze kostenpflichtig.
Je nachdem wo man mit dm Bus/Bahn hinfährt, zahlt man schon mehrere hundert Euro im Jahr, wie kann es dann ein Anreiz sein, wenn man hier nochmals 200€ fürs Parken hinblättern soll?
Im Gegenteil, wenn die Parkplätze dauernd voll sind, nehmt die Fläche nebenan und packt da nochmals 150 Parkplätze hin, es muss ja nicht überall Überdacht werden.

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