Silvesterlauf: Jahr für Jahr gehen mehr an den Start

Gut gelaunt auf dem Weg: 75 Silvesterläufer von Müllhofen machen sich für den guten Zweck auf die Socken. Foto: Huck

Von Alois Huck

Sinzheim - Ein "Selbstläufer" im wahrsten Sinne des Wortes ist der Müllhofener Benefizlauf, der zum neunten Mal am Silvestermorgen am Beginn der Panoramastraße startete. 75 Läuferinnen und Läufer machten sich bei gutem "Laufwetter" auf die beiden gut ausgeschilderten Strecken von sechs Kilometer Richtung Rosenhof oder zwölf Kilometer Richtung Tiefenau. Die Idee zu einem Laufereignis am Ende des Jahres für einen sozialen Zweck hatten vor acht Jahren die Eheleute Gabi und Karl-Heinz Forcher sowie Heike und Rico Hörig.

"Die Beliebtheit ist von Jahr zu Jahr gewachsen", freute sich Karl-Heinz Forcher bei der Begrüßung der gut gelaunten Sportlerschar. Ob er Walking, Jogging oder flottes Gehen bevorzugte, blieb jedem selbst überlassen. Zurück am Start/Zielpunkt erwarteten die Teilnehmer bei einem gemütlichen Beisammensein Kaffee, Tee, Glühwein, Sekt, Häppchen und Kuchen. Die Teilnahme war kostenlos, aber Spenden waren willkommen.

In diesem Jahr kamen insgesamt 1100 Euro zusammen, worüber sich Christine Irtenkauf vom Verein Malaika Smile riesig freute. Der Verein unterhält bei Ugandas Hauptstadt Kampala ein Haus, in dem bis zu 25 Kinder zwischen sechs und 18 Jahren menschenwürdig und sicher leben und aufwachsen können. Die Kinder kommen aus den Slums und erhalten neben Schulbildung unter anderem eine ausgewogene Ernährung und medizinische Versorgung als Basis für eine berufliche Ausbildung.

"Verheerende Zustände vor Ort waren für uns die Motivation, direkte Abhilfe zu schaffen", berichtete Christine Irtenkauf. Ihr 24-jähriger Sohn Jan war zusammen mit seiner Freundin Carolin Meier zwischen Juli und September acht Wochen in Kampala, wo sie bei der Renovierung des Hauses kräftig mit anpackten.

Die Kinder werden von einer Köchin sowie von Alex und Joseph betreut, die in Kampala aufgewachsen sind und einen Studienabschluss besitzen. Die beiden sind auch Vorstandsmitglied der gleichnamigen Organisation in Uganda. "Wir sind sicher, dass Menschen in Entwicklungsländern nicht zu Flüchtlingen werden, wenn sie Unterstützung, Förderung und Bildung erhalten - im vertrauten Umfeld und unter Berücksichtigung der eigenen Kultur und Religion", ist die Überzeugung der Eheleute Christine und Uwe Irtenkauf. Und dafür lohne es sich eben, sich zu engagieren.

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