Stück sorgt bereits bei Proben für Gelächter

In der Turn- und Festhalle Neuweier wird zurzeit für das Stück 'Ein Doppelzimmer für fünf' bis in die späten Abendstunden geprobt.  Foto: Nickweiler

Von Christina Nickweiler

Baden-Baden - Momentan brennt in der Turn- und Festhalle Neuweier regelmäßig das Licht bis in die späten Abendstunden. Der Grund: Auf der Bühne proben die Spieler des Theaterensembles des Turnvereins Neuweier das Bühnenstück "Ein Doppelzimmer für fünf". Die erste von zwei Aufführungen findet am Dreikönigstag statt.

Auf der Bühne stehen die ersten drei Spieler für eine Szene im ersten Akt. Vorne auf der Bühne sitzt Regisseur Franz Schnurr. Gestenreich begleitet er die Szenen, um aus der Perspektive des Außenstehenden den Darstellern aufzuzeigen, wie sie an welcher Stelle das gesprochene Wort betonen müssen. Doch die Laienspielgruppe ist seit vielen Jahren ein gut eingespieltes Ensemble. Die Spieler wissen, worauf es in den Dialogen und in den Spielszenen ankommt, um passgenau und wirkungsvoll die Pointen zu setzen.

Auf dem vorderen Teil der Bühne sitzt Heidi Lörch, in der Hand hält sie das Skript. Eifrig liest Lörch mit, doch nur vereinzelt muss sie Hilfestellung geben. Denn jeder einzelne des zehnköpfigen Teams hat den Text seit den Weihnachtsfeiertagen intensiv gelernt. Das Bühnenbild wurde vor einigen Tagen von Manfred Jung und Jürgen Huck aus den Reihen des Turnvereins fertiggestellt. Detailgetreue Requisiten vermitteln eine ziemlich wirklichkeitsnahe Situation. Damit die Spieler unter möglichst realistischen Spielbedingungen üben können, sind inzwischen schon die Bühnenstrahler installiert worden. "Die Spieler sehen gar nichts, wenn sie in Richtung Publikum schauen, da die Strahler auf die Bühne gerichtet sind", erläutert der Regisseur.

Apropos Pointen, diese entfalten ihre Wirkung schon während der Proben. Diejenigen Spieler, die auf ihre späteren Einsätze warten, haben es sich vor der Bühne auf einigen Zuschauerstühlen gemütlich gemacht und lachen bei bestimmten Szenen immer wieder laut los. Auch Souffleuse Lörch lacht mit. Nur Regisseur Schnurr bleibt ernst. Schließlich muss der Spielfluss trotz Gelächters fortgesetzt werden.

Vor der Bühne sind die übrigen Darsteller stets in Bewegung. Rechtzeitig greifen sie nach den Kostümen, die an den Sprossenwänden der Turnhalle vorübergehend hängen, und ziehen sich hinter der Bühne geschwind um.

Bei der Komödie von Jasmin Leuthe geht es um Turbulenzen in einer Pension mit Bauernhofflair und Wellnesscharakter, um einen Gast der Schartenbergklinik und um einige verschrobene Charaktere. Das Stück wurde arrangiert und mit viel Lokalkolorit auf Neuweierer Verhältnisse angepasst - eine von den Zuschauern geschätzte Spezialität der Theatergruppe des Turnvereins Neuweier. Für die Veranstaltung am 6. Januar um 20 Uhr in der Turn- und Festhalle Neuweier gibt es noch Karten an der Abendkasse. Für die Nachmittagsaufführung am Sonntag, 7. Januar, um 15 Uhr gibt es ausschließlich Karten an der Tageskarte.

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