Gute Laune und Heiterkeit im Marienhaus

Gute Laune und Heiterkeit im Marienhaus

Von Christina Nickweiler

Baden-Baden - Lauter närrische Sahnehäubchen hat es bei der Steinbacher Seniorenfastnacht im Marienhaus gegeben. Bei einem mehrstündigen Nachmittagsprogramm bekamen die Zuschauer eine bunte Mischung aus Musik, Tänzen, Schunkelrunden und einem Sketch geboten.

Erstmals moderierte Andrea Jörger das Fastnachtsprogramm. Als bühnenerfahrene Stimmungsgröße kündigte sie gesanglich an, worauf sich das Publikum für die nächsten Stunden einlassen sollte: gute Laune und Heiterkeit. Ganz schön gelenkig zeigten sich die kleinen Varnhalter Funken bei ihrem Tanz. Den Gästen gefiel die Darbietung, so dass die Funkengarde eine Zugabe aufs Parkett legte. Beate Jung hatte den Tanz mit der jungen Truppe aus Varnhalt einstudiert. Eine faszinierende Aufführung erlebten die Besucher bei einem originellen Schattenspiel, das die Damen der katholischen Frauengemeinschaft aufwendig vorbereitet hatten. Es führte die Anwesenden im Zeitraffer durch verschiedene Länder und Kontinente. Besonders gelungen waren die nahtlosen Übergänge der Szenen, beispielhaft demonstriert an der Gruppe einer Parade, deren einzelne Figuren innerhalb von Sekunden zu einem Elefanten verschmolzen und mit dem Rüssel wackelten. Für diese reife Leistung gab es Szenenapplaus. Eine Darbietung der Showtanzgruppe zauberte bunte Farben auf die Bühne.

Ebenfalls aus der Feder der närrischen Abteilung der Frauengemeinschaft, den flotten Motten, entstammte ein Film über das urige Steinbacher Ehepaar Karl und Lisbeth. Dieser rund 20-minütige Beitrag wurde geschickt in das Programm eingebaut und sorgte für etliche kräftige Lacher im Publikum. Es zeigte Karl (Andrea Jörger) und Lisbeth (Susanne Saatzer) auf einer europäischen Kulturreise in Baden-Baden.

Als Gesangstalent präsentierte sich Engelbert Baader auf der Bühne. Mit Faschingsliedern animierte er das Publikum zum Mitmachen. Er träumte bei einem Wirtshaus-Blues, bei dem er die Lethargie der hiesigen Gastronomie besang, vom Steinbacher Wein.

Zwischendurch stimmte Hofmusiker Charly Ernst auf dem Akkordeon immer wieder Schunkelrunden an. Rebland-Ortsvorsteher Ulrich Hildner hatte sich unter die Strandhäschen gemischt, die einen lustigen Beitrag mit Gesangseinlage darboten. Sportlich zeigten sich die Steinbacher Mühlsteingeister mit ihren schweren Holzmasken und ihrem Schuppenkostüm, das die Farben des Wappens wiedergibt. Als krönenden Abschluss fanden sich alle Akteure zu einem großen Finale auf der Bühne zusammen.

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