DRK-Heim wird Wohnhäuser "abschirmen"

DRK-Heim wird Wohnhäuser 'abschirmen'

Von Harald Holzmann

Baden-Baden - Der Bau des neuen Pflegeheims des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der direkten Nachbarschaft zum Wohnmobilhafen in der Hubertusstraße wird konkreter. Der Gemeinderat soll noch im Februar den Bebauungsplan für das Areal beschließen.

Das DRK plant auf dem etwa 0,5 Hektar großen Gelände den Bau eines vierstöckigen Gebäudekomplexes. Wie es in der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung heißt, sollen im Erdgeschoss Verwaltung, eine Arztpraxis und eine Tagespflegeeinrichtung mit insgesamt 20Plätzen unterkommen. In den drei oberen Etagen sollen 90 Pflegeplätze in Wohngruppen geschaffen werden.

Das DRK ist zu dem Neubau gezwungen, weil es gesetzlich dazu verpflichtet ist, ab Ende 2019 eine Betreuung seiner Bewohner in Einzelzimmern zu gewährleisten. Da dies baulich im bestehenden Ludwig-Wilhelm-Stift in der Rotenbachtalstraße nicht möglich ist, muss das dortige Pflegeheim, in dem derzeit 50 Senioren betreut werden, geschlossen werden. Ein Freiburger Bauträger wird es zu Luxus-Wohnungen umbauen (wir berichteten). Der Neubau des DRK in der Hubertusstraße ist zum einen der Ersatz für die wegfallenden Plätze. Zum anderen werden zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Das ist laut Verwaltungsvorlage nötig, weil in den kommenden Jahren mit einem bis zu 50-prozentigen Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen in Baden-Baden gerechnet wird.

Auf dem Grundstück war früher der Fuhrpark der in der Kurstadt stationierten französischen Truppen untergebracht. Bis zuletzt war es von der Stadtverwaltung als eine von drei Teilflächen des städtischen Bauhofs genutzt worden. Das Areal biete neben einer sehr guten Erreichbarkeit eine nach Süden ausgerichtete ruhige Wohnlage mit einem quasi barrierefreien Umfeld, heißt es in der Vorlage. Zudem schirme das große Gebäude die benachbarte kleinteilige Wohnbebauung künftig zur B500 hin ab. Die privaten Erschließungswege des Pflegeheims sollen künftig auch öffentlich zugänglich sein, um eine innere fußläufige Erschließung des gesamten Wohnquartiers zu ermöglichen, heißt es.

Bauausschuss und Gemeinderat sollen in ihren nächsten Sitzungen am 22. und 26. Februar den Bebauungsplan für das Areal und die 30-tägige Offenlage der Planungen beschließen.

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