Erschließung soll rasch starten

Bei der Umgestaltung der Hauenebersteiner Straße am Rande des Baugebiets geht es vor allem um die Verkehrsberuhigung. Etliche Sommerlinden hat man daher gefällt. Foto: Zorn

Von Henning Zorn

Baden-Baden - In Sandweier stehen am nordöstlichen Ortsrand umfangreiche Bauarbeiten bevor. Voraussichtlich schon im Juni soll mit der Erschließung des Baugebiets "Stöcke-Nord" und der teilweisen Umgestaltung der Hauenebersteiner Straße begonnen werden - die Kosten werden auf rund 2,35 Millionen Euro geschätzt.

Die Stadt will die Entwicklung des Baugebiets "Stöcke-Nord" nun zügig vorantreiben, denn Sandweier braucht dringend Bauplätze. In verschiedenen Haustypen soll auf dem Gelände Platz für rund 140 Menschen entstehen. Das Erschließungskonzept wurde jetzt vom Geschäftsführer der stadteigenen Baugesellschaft GSE, Alexander Wieland, und von Michael Kaiser vom beauftragten Ingenieurbüro im Sandweierer Ortschaftsrat vorgestellt und vom Gremium gebilligt. Man wolle, so Wieland, diese Aufträge möglichst schnell ausschreiben.

In einem ersten Schritt wird das Baufeld freigemacht, um dann mit den Infrastrukturarbeiten im Neubaugebiet zu beginnen. Diese beinhalten zunächst einmal die aufwendige Installierung der Schmutzwasserkanalisation, bei der man auch teilweise Grundwasser absenken muss. Danach stehen die Gas-, Wasser- und schließlich die Stromleitungen auf dem Programm.

Der nächste Schritt ist der Straßenbau. "Stöcke-Nord" soll durch eine Ringstraße mit zwei Stichstraßen in Pflasterbauweise erschlossen werden. Der Ortschaftsrat Sandweier hat sich vor Beginn der jüngsten Sitzung am Montag bei einem Unternehmen in der Region über mögliche Pflasterbeläge informiert. Nach der Fertigstellung ist geplant, die Ringstraße als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen.

Im Rahmen der Baugebietserschließung soll auch die angrenzende Hauenebersteiner Straße im dortigen Bereich umgestaltet werden, um eine Verkehrsberuhigung zu erzielen. Obwohl bis zu diesen Arbeiten noch einige Zeit vergehen wird, hat man bereits eine ganze Reihe von Sommerlinden an der Nordseite der Straße gefällt. Dies sei geschehen, so sagte Wieland, weil die Fällung zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise durch nistende Vögel zu Verzögerungen hätte führen können.

Die öffentlichen Stellplätze sollen auf beiden Seiten verschwenkt für "Senkrechtparker" (im rechten Winkel zur Straßenrichtung) angelegt werden. Hinzu kommen diverse Pflanzinseln - hier werden später wieder Bäume wachsen. Von dieser Gestaltung verspricht sich die Verwaltung eine Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten.

Auf beiden Seiten der Hauenebersteiner Straße wird jeweils ein Gehweg entstehen, der sich hinter den Stellplätzen befindet und somit nicht überfahren werden muss. Wenn im Juni mit den Arbeiten begonnen werden kann, dann sieht die Planung eine Fertigstellung gegen Ende 2019 vor. Von diesem Zeitpunkt an können die "Häuslebauer" loslegen. Die Herstellung der öffentlichen Grünflächen im Norden und Osten des Baugebiets erfolgt dann im Jahr 2020.

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