Alte Raupenhalle wird zum Unterschlupf bei Unwetter

Alte Raupenhalle wird zum Unterschlupf bei Unwetter

Von Nina Ernst

Baden-Baden - In den Schweigrother Matten soll wie berichtet noch in diesem Jahr ein Naturkindergarten mit Platz für 20 Kinder ab drei Jahren entstehen. Laut Vorschrift muss sich auf dem für die Nutzung festgelegten Areal eine geeignete Schutzhütte befinden. Dazu wird laut Stadtverwaltung die sogenannte Raupenhalle umgebaut, die am Ende des Molière-Wegs steht.

Seit einigen Jahren werde die rund 30 Quadratmeter große Hütte privat genutzt. Dabei wurde laut Stadtpressesprecher Roland Seiter zwischen Verwaltung und Nutzer "Pflege gegen Nutzung" vereinbart. Über die Planung zum Umbau zur Schutzhütte für die Naturgruppe sei der private Nutzer schon informiert worden.

Zwar schreibt das Konzept eines klassischen Naturkindergartens vor, dass sich Kinder und Betreuungskräfte stets draußen aufhalten. Im Falle eines Unwetters muss jedoch ein Raum zur Verfügung stehen, der aufgesucht werden kann. Die Hütte werde mit einer kleinen Teeküche, Tischen und einer Toilette ausgestattet, teilte Seiter auf Anfrage mit. Zudem diene auch der Turnraum des Kindergartens Le Petit Prince der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der in der Schwarzwaldstraße zehn Gehminuten vom geplanten Naturkindergarten entfernt liegt, als Unterschlupf. Die AWO wird auch den neuen Kindergarten betreiben. Zu den Zeiten, als das Gelände noch eine Tongrube war, wurde die für die Arbeiten benötigte Planierraupe in der Halle untergestellt. Später benutzte auch die Deponie Tiefloch das Gebäude als Unterstellmöglichkeit für ihre Planierraupen. Daher habe die Halle ihren Namen, erläutert Seiter.

Ein zweiter Naturkindergarten, ebenfalls für 20 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren, soll unterhalb des Kindheitserinnerungsplatzes beim Pädagogium entstehen. Der Gemeinderat muss beiden Vorhaben am kommenden Montag, 9. April, allerdings noch zustimmen.

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