Geisterhaftes Vergnügen für zwölf Leser

Geisterhaftes Vergnügen für zwölf Leser

Von Sarah Reith

Baden-Baden - Gemeinsam mit Schauspieler Max Ruhbaum durch die Kurstadt geistern, dabei viel lachen und sich ein kleines bisschen gruseln: In diesen Genuss kamen am Dienstagabend zwölf BT-Leser bei einer exklusiven Führung.

"Geister, Grafen und Gerüchte" heißt die neue Themenführung der Baden-Baden Kur und Tourismus GmbH, für die Ruhbaum ein gruseliges und sehr unterhaltsames Programm zusammengestellt hat. Direkt nach der Premiere durften nun zwölf BT-Leser eine exklusive Sonderausgabe der geisterhaften Stadtführung erleben: Die Teilnahme war im Rahmen der Aktion "BT öffnet Türen" verlost worden.

Schon der Empfang am Schloss Solms war stilecht: Rote Laternen leuchteten den Gewinnern den Weg, zur Begrüßung wurde den Lesern ein "Blut-Secco" serviert. Im Hintergrund war schemenhaft als erste "Kulisse" das Schloss Solms zu erkennen: eine Villa aus der Belle Epoque, die laut Ruhbaum aber genauso gut ein Schloss aus dem Mittelalter sein könnte oder ein magisch vergrößertes Lego-Spielzeug.

Von hier aus geisterte die Gruppe, mit Laternen ausgestattet, weiter über den Friesenberg. An jedem Haltepunkt wusste Ruhbaum wieder neue Gerüchte und Geschichten rund um die prominenten und adligen Besucher oder Bewohner Baden-Badens zu berichten, die hier im Lauf der Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen haben. Scheinbar spielerisch spannte er den Bogen dabei von den Nixen in den unterschiedlichen Gewässern über Romy Schneiders unrühmlichen Auftritt im Theater Baden-Baden bis hin zu den Geschenken, die Kaiser Wilhelm einst in den Kurhaus-Kolonnaden für seine Frau kaufte.

Natürlich kamen auch Spuk- und Geistergeschichten nicht zu kurz. Um den Gruselfaktor noch weiter zu erhöhen, untermalte Ruhbaum seine Ausführung mit allerlei charmant-improvisierten Licht- und Toneffekten. Er knipste LED-Kerzen an und aus, ließ es kräftig rasseln und klingeln und ließ schließlich sogar eine "Thermal-Quelle" aus Lametta entspringen. Der begeisterte Applaus seiner Zuhörer war ihm am Ende des rasanten Streifzugs durch eine etwas andere Stadtgeschichte sicher.

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