Beleuchtungskonzept bleibt in Schublade

Beleuchtungskonzept bleibt in Schublade

Von Henning Zorn

Baden-Baden - Ende November wird sich der umgestaltete Leopoldsplatz in seinem neuen "Gewand" - ohne Baufahrzeuge und Absperrungen - präsentieren. Daher war die gestrige öffentliche Baustellenbegehung der Stadtverwaltung die letzte. Trotzdem zeigte sich wieder ein beeindruckend großes Interesse der Bürger.

Dies freute auch Bürgermeister Alexander Uhlig und Projektleiter Markus Selig , die die enorme Resonanz auf die Baustellenführungen in der Bevölkerung als ein "schönes Signal" ansahen. Ein besonderer Dank Uhligs galt den Leo-Anliegern, die seit September 2016 eine ganze Menge durchmachen mussten.

Markus Selig richtete den Blick noch einmal zurück auf den Ablauf der langwierigen Bauarbeiten. So habe man zunächst einmal am Leopoldsplatz "den Keller aufgeräumt". Im Untergrund wurde ein begehbarer Infrastrukturkanal installiert, und der Rotenbachkanal erhielt einen neuen "Deckel". Hinzu kamen umfassende Leitungsverlegungen.

Beim zweiten Teil der fast acht Millionen Euro teuren Leo-Umgestaltung standen die neuen Betonplatten im Mittelpunkt, die nun die Oberfläche der Platzanlage bilden. Bis Ende November wird noch vor allem an der Wiederherstellung der Verkehrsinsel des Sophienboulevards gearbeitet, was auch die Pflanzung von mehreren Kastanien beinhaltet. Dort wird auch wieder das moderne Kunstwerk aufgestellt werden, das man während der Bauarbeiten eingelagert hat.

Direkt auf dem Leo ist noch die Pflanzung von mehreren Schnurbäumen vorgesehen. Im Laufe des Winters soll dann das Holzpodest über der Treppenanlage bei der Gaststätte "Amadeus" entfernt werden. Anschließend will man dort schrittweise die doch recht ramponierten Treppen sanieren.

Auch der Kiosk wird wieder auf den Leopoldsplatz zurückkehren - laut Uhlig voraussichtlich im März oder April des nächsten Jahres. Hier gab es Verzögerungen, weil die Ausschreibung für den Kiosk-Neubau zunächst nicht das erhoffte Ergebnis brachte (wir berichteten). Deshalb werden die Arbeiten nun im Rahmen von Einzelausschreibungen vergeben.

Das für den umgestalteten Leo entworfene, recht ambitionierte Beleuchtungskonzept bleibt allerdings vorerst in den Rathaus-Schubladen. Nach Auskunft von Alexander Uhlig will die Stadt hier eine herkömmliche Beleuchtung installieren und dann sehen, ob dies ausreicht. Es sei derzeit völlig offen, ob man noch einmal auf das Konzept zurückgreifen wird.

Nach den guten Erfahrungen mit den Baustellenführungen am Leopoldsplatz will die Stadtverwaltung an dieser Art der Bürgerinformation festhalten. Und Gelegenheit dazu gibt es schon sehr schnell wieder, denn mit der Leo-Fertigstellung beginnen in der unmittelbaren Nachbarschaft die Sanierungsarbeiten in der Luisen- und Inselstraße. Die Termine für die dort vorgesehenen Besichtigungen mit den Bürgern will die Stadtverwaltung noch bekanntgeben.

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