Viel Abwechslung bei heiterer Narrenschau

Viel Abwechslung bei heiterer Narrenschau

Von Christina Nickweiler

Baden-Baden - Mehr als 81 Gruppen demonstrierten beim Varnhalter Umzug eine heitere und bunte Narrenschau. Bei kühler Witterung und Sonnenschein feierten mehrere tausend Besucher aus nah und fern an der mehr als zwei Kilometer langen Umzugsstrecke den Höhepunkt des Varnhalter Fastnachtstreibens.

Der Narrenclub Varnhalter Rebschenkele (NCVR) und die Reblandhexen hatten zu dem traditionellen Großspektakel eingeladen. Deren Vertreter kommentierten das Geschehen auf zwei Hebebühnen an unterschiedlichen Stellen und begrüßten die ankommenden Fußgruppen mit dem obligatorischen Varnhalter Schlachtruf "Schenkele hoch". Die Besucher verfolgten, wie die Funkengarden graziös die Beine schwangen, übermütige Dämonen akrobatisch Räder schlugen und Tanzgruppen ihre Showeinlagen präsentierten.

Sämtliche im Rebland vertretene Narrengruppen nahmen am närrischen Lindwurm teil, darunter auch das jüngste Gewächs der Rebländer Fastnacht, die Nebellichtdämonen aus Steinbach.

Besonders kreativ zeigte sich bei dieser Kampagne die rund 30-köpfige Varnhalter Kostümgruppe um Bertl Seiler. Sie wandelten als Dominosteine auf der Umzugsstrecke und ließen sich hin und wieder kunstvoll der Reihe nach auf den Boden fallen. Mit einer neuen Errungenschaft gaben in diesem Jahr die Mauerberghexen ein lärmerfülltes Stelldichein - eine Riesenrätsche aus Holz.

Auffallend viele Hexengruppen waren in Varnhalt mit dabei. Die Schiererhexen aus Ottersweier brauchten ihr Hexenhäuschen auf einem Schlepper mit. Die Eberschder Mühlweiher-Hexen zogen mit grünen Nebelkanonen stinkende Rauchfahnen hinter sich her. Kinder hinter den Absperrgittern skandierten "Hexen, Hexen" und bekamen daraufhin so manche "Gutsele" aus dem Hexenschurz gezaubert. Jedenfalls lautete für alle Hexen gleichermaßen der Signalruf "Strauhschuh nuff".

Gern gesehene Gäste beim närrischen Großaufgebot sind die Damen der Badischen Faschingsgemeinschaft. In diesem Jahr "sausten" sie als rosarote Motorroller verkleidet den Klosterbergbuckel herunter und ernteten einen Sonderapplaus vom Publikum. Mit schmetternden Blechklängen und wehenden Fahnen brachten die Fanfarenbläser aus Haueneberstein Farbe in das Umzugsgeschehen.

Auch von auswärts waren etliche Gruppen angereist, so etwa die Gottener Saubande, die als Gartenzwerge Ringelreihen tanzten. Die Hästräger von der Narrenzunft Schöllbronn rannten dagegen als Kühe verkleidet den Varnhalter Kirchberg herunter.

Laut dem Vorsitzenden des NCVR, Martin Lörch, hielten sich die Besucher bis auf wenige Ausnahme weitestgehend an das Alkoholverbot. Bei den Taschenkontrollen stießen die Sicherheitskräfte nur vereinzelt auf Hochprozentiges oder gefährliche Gegenstände.

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