"Keine Überraschungen und kein Grund zur Sorge"

'Keine Überraschungen und kein Grund zur Sorge'

Baden-Baden (hez) - Ein positives Fazit des gestern im gemeinderätlichen Hauptausschuss vorgestellten Zwischenberichts über die laufenden Luftqualitätsmessungen in der Kurstadt zog Bürgermeister Roland Kaiser: "Es gibt keine Überraschungen und keinen Grund zur Sorge."

Bei zwei Messreihen wird bis Ende Mai an acht Standorten die Luftqualität überprüft: vor allem die Fein- und Grobstaubanteile sowie der Stickstoffdioxidgehalt. Bei den Messungen in Geroldsau, in der Innenstadt, in der Rheinstraße und bei der Klinik in Balg geht es um die Beibehaltung des Heilbad-Titels, während man an der B 500 (Ebertplatz, Fürstenbergallee, THW und in Höhe des Behördenzentrums) ein Prognosemodell von 2011 bezüglich der Luftqualität überprüfen will.

Wegen des Heilbad-Titels muss sich die Kurstadt keine Sorgen machen, denn es gibt bislang keine Überschreitungen von Grenzwerten des Deutschen Heilbäderverbands. Außerdem haben die Messungen an der B 500 die Immissionsprognosen bestätigt.

Feinstaub, so zeigten beide Untersuchungsreihen, stellt an der Oos kein Problem dar. Beim Stickstoffdioxid hat man die höchsten Werte erwartungsgemäß am Ebertplatz - etwas weniger als 2011 vorhergesagt - und an der Fürstenbergallee - etwas mehr als prognostiziert - festgestellt. Diese Werte, so erklärte gestern Rudolf-Karl Teichmann, Leiter des Fachbereichs Umwelt, beruhten auf der Lage an einem ampelgeregelten Verkehrsknoten mit viel Stop-and-go. Die Belastungszahlen am Ebertplatz und in der Fürstenbergallee, so betonte Roland Kaiser, könnten aber nicht vor dem Hintergrund der Grenzwerte der Bundesimmissionsschutzverordnung bewertet werden, da diese Messstandorte nicht den Vorgaben der Bundesverordnung entsprechen.

Dies gilt aber nicht für die Messstation der Landesanstalt für Umwelt am Aumattstadion. Und hier erreichte Baden-Baden 2018 beim Stickstoffdioxid immerhin den zweitbesten und beim Feinstaub den besten Wert im Land.

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