Tiere scheuen weder Feuer noch Teufel

Tiere scheuen weder Feuer noch Teufel

Von Alexander Schütt

Baden-Baden - Der Zirkus "Liberta", "der kleinste Zirkus der Welt", gastierte unter der Leitung von Direktor Dieter Schetz aus Immenstadt erstmalig im Innenhof der Grundschule in Steinbach. Als "kleinster Zirkus der Welt" verfügt dieser auch über einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde, sagte Zirkusdirektor Schetz stolz.

Die beiden mit fantastischem Witz und bezaubernden Tricks vollgepackten und ausverkauften Zirkusvorstellungen wurden an diesem Tag am Vormittag und am Nachmittag dargeboten. Die zahlreichen Zirkusfestbesucher, darunter auch die Caritas-Pflegstätte aus Baden-Baden, kamen dank örtlicher Sponsoren ab 14 Uhr zusätzlich in den Genuss von Würstchen und Pommes sowie Kaffee und Kuchen. Ab 17 Uhr spielte die Jugend "Startkapelle" der Stadtkapelle Steinbach und sorgte gekonnt für die musikalische Umrahmung des Festes.

Ortsvorsteher Ulrich Hildner erwähnte, dass letztmalig im Jahre 2004 ein Zirkus an der Grundschule haltgemacht hatte. Das Projekt wurde unterstützt vom evangelischen Pflegeheim in Person von Mitarbeiterin Elke Steuerer und von der Kindertagesstätte Haus Löwenzahn mit Bärbel Neumann und Martina Metz sowie dem Vorsitzenden des Fördervereines der Grundschule, Axel Jasenek. Die Grundschule Steinbach hat aktuell 149 Schüler in den Klassen eins bis vier und zwölf Lehrer, erläuterte Schulleiter Joachim Gerstner. Er betonte, dass der Besuch des Zirkus eine gute Möglichkeit für die Kinder sei, spielerisch auf die freilaufenden und einheimischen Tiere zugehen zu können. Bärbel Neumann sprach von einer guten Gelegenheit, dass anlässlich des Zirkusbesuches alle Generationen miteinander in Kontakt treten könnten.

Der durch TV-Serien wie "Montagsmaler" und den Rundfunk bekannte Zirkus "Liberta" wartete für die kleinen und großen Besucher mit 70 einheimischen Tieren mit Krallen, Hufen und Pfoten sowie einem Streichelzoo auf. Zirkusdirektor Dieter Schetz möchte für die Besucher den hautnahen Kontakt mit den Tieren, darunter Wildgänse, Truthähne und Hornhühner herstellen. Schetz sieht sich selbst als Zirkusdirektor, Dompteur und Entertainer an.

"Na habt ihr endlich Schule aus und hitzefrei?", fragte Zirkusdirektor Schetz die Grundschüler. Und er fügte hinzu, dass er aus Bayern stamme und die bayerische Bevölkerung nie lügen würde. Da mussten die Grundschüler lauthals lachen. Diese konnten dann eine waghalsige Ente, namens "Schnatter", welche sich todesmutig in das Wasserbassin stürzte, einen Hahn, welcher sich hypnotisieren ließ, sowie eine Katze namens "Schneeweißchen", welche die Feuermaus "Gonzalez" auf ihrem Rücken trug und eine bildgewaltige Zirkusnummer darbot, bewundern. Danach folgte das Schwein "Rosa von Schwarte", welches faul seinen Zirkusnummerdienst verrichtete.

Die Haustiere von Zirkusdirektor Dieter Schetz scheuten weder Feuer noch Teufel. Schetz war es wichtig, zu betonen, dass bei seinen unterhaltsamen und spannenden Zirkusshows Tiere mitwirken, die einmal mit Tageshöchstform, aber wie auch der Mensch selbst anderes Mal mit einer "Null Bock"-Stimmung auftreten können. Selbstverständlich erfolge die Dressur der Tiere ohne jeglichen Zwang und geschehe ausschließlich auf freiwilliger Basis, so Direktor Dieter Schetz.

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